Schweiz

Die Raffinerie Collombey ist endgültig Geschichte

Die 120 Hektaren bleiben Industriegebiet.

Die 120 Hektaren bleiben Industriegebiet.

Bis 2028 sollen die Altlasten auf dem Areal abgetragen sein. Nach dem Willen der Gemeinde bleibt es Industriezone. Das Schicksal der Tamoil-Anlagen ist noch nicht abschliessend geklärt.

(wap) Noch ist offen, ob die Raffinerieanlage Collombey an einen ausländischen Investor verkauft wird. Klar ist aber: In Collombey wird sie nicht mehr stehen. Es gebe keine realistische Chance, dass jemand in der Schweiz eine Raffinerie übernehmen wollen, sagte Jürg Hornisberger von der Geschäftsleitung am Dienstag gegenüber CH Media: «Wir haben in Europa einen Überhang an Kapazitäten.»

Möglich wäre allenfalls, dass die Anlage komplett abgebaut und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werde. Ob sich ein Interessent für eine solche Lösung finde, sei derzeit noch offen. Falls nicht, werden die Anlagen verschrottet und zu Alteisen verarbeitet.

Arbeiten dauern etwa fünf Jahre

Mit dem Rückbau werde man etwa 2025 fertig sein, sagt Hornisberger. Man wisse von anderen Raffinerie-Rückbauten in Europa, dass die Arbeiten etwa fünf Jahre in Anspruch nähmen. Bis 2028 sollen dann die Altlasten saniert sein. Dies wird weniger kosten als erwartet: Nur zwei Prozent des 120 Hektaren grossen Areals sei verseucht, so Hornisberger. Dies hätten Untersuchungen ergeben.

Möglicherweise wird mit der Erstellung von Neubauten schon vorher begonnen. Der Rückbau werde etappiert, sagt Hornisberger. Klar ist: Das Gebiet bleibt Industriezone. Ob das Gelände verkauft oder im Baurecht abgegeben wird, habe man noch nicht entschieden, so Hornisberger weiter.

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