Bildung

Die meisten Studenten gehen einer Erwerbsarbeit nach

Studentinnen und Studenten an der Universität St. Gallen

Studentinnen und Studenten an der Universität St. Gallen

Drei Viertel der Hochschul-Studierenden gehen neben ihrem Studium einer Erwerbstätigkeit nach. Dies ist auch nach der Bologna-Reform der Fall. Ihr Anteil ist jedoch leicht rückläufig. Wichtigste Einnahmequelle bleibt die finanzielle Unterstützung durch die Eltern.

Dies geht aus der jüngsten Untersuchung des Bundesamtes für Statistik (BFS) über die Studien- und Lebensbedingungen an den Schweizer Hochschulen 2009 hervor. Danach macht die elterliche Unterstützung durchschnittlich 55 Prozent der Einnahmen der Studierenden aus. Je nach sozialer Herkunft der Eltern variiert dieser Anteil zwischen 44 und 61 Prozent.

36 Prozent der studentischen Einnahmen stammen im Schnitt aus der Erwerbstätigkeit. Weniger als ein Zehntel stammt aus Stipendien und Darlehen.

Etwas weniger Werkstudenten

Bei den Studierenden an Universitäten ging der Anteil der Werkstudenten von 2005 bis 2009 von 78 auf 75 Prozent zurück, bei den Fachhochschul-Absolventen blieb er bei 74 Prozent. Vor allem jüngere Studierende (die sich auf das Bachelor-Examen vorbereiten) haben seltener einen Erwerbs-Job.

Unklar sind die Ursachen dieser Entwicklung. Sie könnten mit der Bologna-Reform zusammenhängen, welche die Studiengänge stärker strafft und den Studierenden weniger Zeit für Nebenjobs lässt. Auch war zum Zeitpunkt der Erhebung im Frühling 2009 die Wirtschaftslage ungünstig, Jobs für Studierende waren schwerer zu finden.

Studierende im Bachelor-Studium verrichten zum Erwerb vorwiegend Hilfsarbeiten. Ältere Semester, die sich auf den Master-Abschluss vorbereiten, suchen sich meist eine Arbeit, bei der sie sich auf ihre spätere Berufstätigkeit vorbereiten können.

Wer von den Studierenden bei den Eltern wohnt, gab im Schnitt monatlich 1210 Franken aus, wer auswärts wohnte 1870. Unabhängig von der Wohnform hatten die Studierenden 2009 ein um rund 100 Franken kleineres Budget als im Jahr 2005. Diese Abnahme zeigt sich bei den Ausgaben für Freizeitaktivitäten, die zwischen 2005 und 2009 um mehr als ein Drittel zurückgegangen sind.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1