Louis Probst

«Abgeleitet von den Ergebnissen der Grünen bei den Grossratswahlen habe ich den Eindruck, dass ein Sitz mehr drinliegen sollte», sagt Stephanie Baumgartner Perren zu den bevorstehenden Wahlen des Brugger Einwohnerrates. «Das müsste möglich sein. Das ist realistisch.» Immerhin hatten die Grünen bei den letzten Grossratswahlen kantonsweit sechs Sitze dazugewinnen können.

Und bei den letzten Wahlen des Brugger Einwohnerrates hatten sie zwar beim Wähleranteil eine kleine Einbusse hinehmen müssen, aber ihre sechs Sitze doch halten können. Urs Häseli, Präsident der Grünen Brugg und Präsident der Fraktion im Einwohnerrat, führt aber auch die Kandidatenliste ins Feld. «Die Grünen Brugg haben auch bei diesen Wahlen wiederum motivierte Kandidatinnen und Kandidaten auf der Liste.

Durch die Erweiterung der Liste sollten zudem neue Wählerinnen und Wähler generiert werden können. Neben allen bisherigen Vertreterinnen und Vertretern im Einwohnerrat haben wir viele neue Leute auf unserer Liste.»

Zwischentitel

Und natürlich hoffen auch die Grünen Brugg darauf, dass ihr Einsatz in den letzten vier Jahren bei den Wahlen honoriert wird. Ein Markenzeichen der Grünen sei sicher, dass sie die Vorlagen kritisch prüfen, kommentieren, umfassend bewerten und auch Anträge stellen, erklärt Urs Häseli zur Arbeit der Einwohnerratsfraktion der Grünen Brugg in der letzten Legislaturperiode.

«Vorstossmässig sind die Grünen vor allem im Zusammenhang mit dem Energiestadtlabel und mit der Entwicklungsplanung hervorgetreten», sagt Urs Häseli. Die Grünen Brugg haben aber auch die überparteiliche Zusammenarbeit nicht nur mitgetragen, sondern auch gefördert.

Das sind die Vorteile, die sich daraus ergeben, wenn man sich an Sachthemen orientiert. Weil aber stets Mehrheiten erforderlich sind, um ein Vorhaben im Einwohnerrat überhaupt durchbringen zu können, braucht es diese überparteiliche Zusammenarbeit.

«Im Vordergrund des Engagements der Grünen Brugg steht auch in der kommenden Legislaturperiode die Lebensqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner», betont Stephanie Baumgartner Perren. Zu den wichtigen Themen, deren sich die Grünen Brugg annehmen wollen, gehört der Langsamverkehr.

«Da muss einfach etwas geschehen», sagt Urs Häseli. «Aber auch bei der Überarbeitung der Bau- und Nutzungsordnung gibt es viele Punkte, bei denen sich die Grünen einbringen können und auch einbringen wollen.» Ein wichtiger Teil der Lebensqualität sind für die Grünen Brugg auch die Bereiche Bildung und Familie.

«Hier gibt es Verknüpfungen», sagt Urs Häseli- «Dabei stellt sich immer auch die Frage des Umganges mit anderen Gemeinden. Als Einwohnerrat haben wir darauf zwar keinen Einfluss, Aber wir können da Anstösse geben. Und ich bin der Meinung, dass das auch eine der Aufgaben des Einwohnerrates ist.»

Aber auch im Bereich Alter, das heisst bei den Angeboten für ältere Menschen, wollen sich die Grünen Brugg engagieren. «Ältere Menschen haben andere Bedürfnisse als etwa Familien», gibt Stephanie Baumgartner Perren zu bedenken. «Auch da müssen wir unbedingt dranbleiben.»

Klare Aussagen zur Finanzpolitik

Klare Aussagen machen die Grünen Brugg zur Finanzpolitik. «Das Geldhorten und Börsengeschäfte sind nicht Aufgaben einer Gemeinde», gibt Urs Häseli zu bedenken. «Im Vordergrund sollte nicht der Ertrag an der Börse stehen, sondern der Mehrwert für die Bevölkerung. Durch die Anlage von Geldern werden zudem viele Vorhaben blockiert.»