Verkehr

Die komplette A1 soll auf sechs Spuren ausgebaut werden

Geduld ist gefragt: Stau auf der A1 nach einem Lastwagen-Unfall.

Geduld ist gefragt: Stau auf der A1 nach einem Lastwagen-Unfall.

Stau auf der Autobahn A1. Es ist keine News mehr, sondern vielmehr alltäglich. Politiker fordern nun, dass der Bund die A1 nicht nur streckenweise, sondern komplett auf sechs Spuren ausbaut.

Wer von Zürich nach Bern fährt, steht auf der Autobahn A1 mindestens ein Mal im Stau, vor allem in Stosszeiten ist ein zügiges Fahren unmöglich. Stau gehört zum Alltag, die Autobahn A1 ist überlastet.

Auf rund 185 Kilometern stehen Autofahrer täglich während bis zu vier Stunden im Stau. Diese Zahl hat sich damit mehr als doppelt so schnell entwickelt als die Politik vor Jahren angenommen hatte.

Ganze A1 soll auf sechs Spuren ausgebaut werden

Ganze A1 soll auf sechs Spuren ausgebaut werden

Und ein Ende ist bei Weitem nicht in Sicht - im Gegenteil: Im Jahr 2030 sollen bereits rund 490 Kilometer des Nationalstrassennetzes überlastet sein.

Viele Politiker fordern deshalb nun, dass der Bund reagiert und nicht nur streckenweise, sondern die komplette Autobahn A1 auf sechs Spuren ausbaut.

«Statt eines Flickenteppichs müsste man die A1 auf der ganzen Linie auf sechs Spuren ausbauen. Die Stauentwicklung seit 2009 ist dramatisch», sagt der Aargauer Regierungsrat Stephan Attiger gegenüber der NZZ.

Im Aargau habe aufgrund der Überlastung die Strecke Aarau Ost bis Birrfeld Priorität. Jetzt müsse der Bund mutig vorangehen, so Attiger.

Der Kanton Aargau werde sich in der Vernehmlassung zum neuen Strassenfonds für den Ausbau auf sechs Spuren starkmachen, wobei der Aargauer Regierungsrat sein Vorgehen mit anderen betroffenen Kantonen koordinieren und absprechen werde, wie Attiger gegenüber der NZZ weiter sagt.

Die Forderung ist auch im eidgenössischen Parlament ein grosses Thema: «Der Ausbau auf sechs Spuren kommt ganz klar aufs Tapet», sagt der SVP-Fraktionschef Adrian Amstutz.

Er wirbt sogleich für die «Milchkuh-Initiative», die jährlich bis zu zwei Milliarden Franken in die Strassenkasse würde fliessen lassen. Die Initiative wird nächste Woche eingereicht.

Selbst für die Linken ist klar, dass der Bund reagieren muss: «Wir sind nicht grundsätzlich gegen sechs Spuren auf der A1», sagt die SP-Verkehrspolitikerin Edith Graf-Litscher. Es brauche aber eine Gesamtschau mit durchdachten Schlussfolgerungen. (nch)

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