Schweiz

Die Klimajugend streikt wieder – und droht mit zivilem Ungehorsam

Die Klimabewegung will ihre Anliegen nach einer halbjährigen Pause wieder auf der Strasse kundtun. (Archivbild)

Die Klimabewegung will ihre Anliegen nach einer halbjährigen Pause wieder auf der Strasse kundtun. (Archivbild)

Die Klimabewegung kündigt für den 4. September landesweite Streiks und Demonstrationen an. Ab dem 20. September versammeln sich alle Klimabewegungen in Bern zu einer Protestwoche.

(wap/gb.) «Rise up for Change» heisst das Motto, unter dem sich in diesem Herbst verschiedene Schweizer Klimabewegungen zusammentun. Neben der Bewegung Klimastreik wird sich auch die durch ihre spektakulären Aktionen bekannte Extinction Rebellion anschliessen. Weitere Verbündete sind Collective Climate Justice und Collectif Break Free, wie die Aktivisten am Dienstag in einer Mitteilung bekannt gaben. Den Auftakt macht am 4. September ein landesweiter Streiktag mit dezentralen Aktionen in der ganzen Schweiz.

Ab dem 20. September versammeln sich Anhänger aller Gruppen für fünf Tage in Bern. «Gewaltfreier, massenhafter ziviler Ungehorsam ist und war schon immer ein entscheidender Teil einer selbstbestimmten Gesellschaft und hat in der Vergangenheit grosse Veränderungen herbeigeführt», schreiben die Aktivisten. Das Vertrauen in die Politik haben sie verloren: «In der Politik wurden wir von Rechts beschimpft und belächelt, von den linken Parteien benutzt und belogen».

Beide Seiten des politischen Spektrums träumten weiterhin vom ewigen Wirtschaftswachstum. Dabei gehe es bei der Bekämpfung der Klimakrise nicht um «schmelzende Gletscher und heisse Sommertage», sondern darum, dass der Planet in absehbarer Zeit für den Menschen zu einem grossen Teil unbewohnbar werde, wenn nicht jetzt gehandelt werde. Nach Ansicht der Klimabewegung bringt die Diskussion über wiederverwertbare Kaffee-Becher und E-Scooter nichts, es soll die ganze Gesellschaft neu gestaltet werden.

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