Langendorf

Die Hürde ist geschafft

Renovieren: Die Fassade wird wärmetechnisch auf den neusten Stand gebracht. (Bild: Peter Gerber)

Langendorf Gemeindehaus

Renovieren: Die Fassade wird wärmetechnisch auf den neusten Stand gebracht. (Bild: Peter Gerber)

Noch vor einem Jahr hat das Projekt Sanierung Gemeindehaus einen Dämpfer erhalten. Dieses Jahr ist die Antwort zum Projekt und Kredit ein Ja. Ebenfalls gutgeheissen wurde das Budget, sowie alle Kredite.

Lea Durrer

Der Kredit zur Sanierung des Gemeindehauses wurde von der letztjährigen Budgetgemeindeversammlung aufgrund mangelnder Informationen nicht bewilligt. Dieses Jahr sollte es anders laufen. Daniel Hürlimann, Präsident der zuständigen Spezialkommission, und der leitende Architekt Hansruedi Trachsel von der E + P Architekten AG stellten das Gesamtprojekt detailliert vor.

Historischer Abriss und Baupläne inklusive. «Die ganze Nutzniessung ist angeschlagen», erklärte Hürlimann. Das 38-jährige Gebäude weise Probleme mit dem Dach und der Fassade auf und sei wärmetechnisch nicht auf dem neusten Stand. Zudem muss aus erdbebensicherheitstechnischer Sicht der Lift ersetzt werden.

Gegenwehr fand kein Gehör

Ein Neubau stand für die Spezialkommission aber ausser Frage. «Mit dieser Infrastruktur kostet so ein Gebäude acht bis zehn Millionen Franken», informierte Hürlimann. Ausserdem habe die Gemeinde auch eine bestimmte Verantwortung gegenüber den Dienstleistungsanbieter innerhalb des Gebäudes, konstatierte Trachsel. Rolf Truninger fand das Vorgehen gar nicht seriös: «Man plant für die Bedürfnisse der Ärzte und nicht für die Gemeinde.»

Bringe das Gebäude nur annähernd acht Millionen, sollte es die Gemeinde unbedingt verkaufen. Denn eine Investition würde sich nie im Leben lohnen. Auch Beat Stöckli votierte für einen Verkauf des Gemeindehauses und einen Neubau für die Verwaltung. Finanziell sei das ganze Projekt ein Wahnsinn. «So zahlen wir 2,5 Millionen und erhalten nichts.» Kurt Ritter regte in der Folge an, im Hinblick auf einen späteren Verkauf die Möglichkeiten von Stockwerkeigentum der Attikawohnungen zu prüfen.

Der Kredit für die Gebäudehüllensanierung in der Höhe von 2,15 Millionen wurde trotz heftiger Gegenwehr mit 62 von 69 anwesenden Stimmberechtigten gutgeheissen. Ebenfalls grossmehrheitlich Ja sagte die Gemeindeversammlung zum Ersatz des Personenliftes (245 000 Franken), sowie die Innensanierung des Gemeindehauses (143 500 Franken).

Nettoverschuldung wächst

Die Versammlung genehmigte grossmehrheitlich den Voranschlag 2010. Dieser liegt mit 716 700 Franken rund 200 000 Franken über dem Budget 2009. Laut Gemeindeverwalter Kurt Kohl sei diese Differenz grösstenteils fremdgesteuert und nur wenig durch die Gemeinde beeinflussbar. So würden sich die höheren Löhne für Lehrkräfte (plus 1 Prozent), sowie die tieferen Kantonssubventionen an die Lehrerbesoldung (minus 1 Prozent) und die steigenden Energiekosten aufs Budget auswirken.

Zudem würden die Kosten im Bereich Schule, soziale Wohlfahrt und Gesundheit ständig wachsen. Langendorf geht infolge der Wirtschaftskrise von einem leichten Rückgang an Steuerneinnahmen natürlicher Personen aus (minus 4 Prozent). Die Nettoverschuldung wächst pro Einwohner um 840 Franken auf 1923 Franken.

Der Antrag von Kurt Ritter auf Kürzung der Honorare zur Analyse der Verkehrssicherheit von 40 000 auf 30 000 Franken wurde deutlich abgelehnt.

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