Helfenstein sprach vom "perfekten Heuwetter". Wohl jeder Schweizer Bauer, der Wiesen habe, bringe das Gras ins Trockene. "Die drei Sonnentage kamen genau im richtigen Moment", sagte die Sprecherin des Bauernverbandes. Der völlig verregnete Mai hatte den Fahrplan der Bauern ziemlich durcheinander gebracht.

Weil die Bauern wetterbedingt an den Pfingstfeiertagen teilweise bis tief in die Nacht mit ihren Maschinen arbeiteten, warben verschiedene kantonale Bauernverbände um das Verständnis der Bevölkerung.

Viele Dinge müssten halt innerhalb kürzester Zeit erledigt werden, sagte Ferdi Hodel vom Zürcher Bauernverband auf Anfrage. Deshalb könne es passieren, dass die Landwirte nicht immer auf die Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht nehmen könnten.

Während die Bauern auf den Traktoren rackerten, sassen die Ausflügler im Zug und in den Autos in Richtung Süden oder in die Berge. Um den Ansturm zu bewältigen, setzte die SBB unter anderem 14 Extrazüge ins Tessin und ins Wallis ein.

Auch auf den Schweizer Strassen herrschte viel Verkehr: Bereits am Freitag stauten sich die Autos rund vier Kilometer vor dem Gotthard, wie Viasuisse mitteilte. Am Samstagmorgen wuchs die Blechlawine vor dem Tunnel auf zwölf Kilometer an, löste sich aber innert weniger Stunden wieder auf.

Die Rückkehr der sommerlichen Temperaturen wurde auch von den Meteorologen bestätigt: Am Montag massen sie im untersten Misox in Graubünden mit 28,7 Grad eine neue Jahreshöchsttemperatur, wie SF Meteo mitteilte.

Für Dienstag erwarteten die Meteorologen weitere Höchsttemperaturen. Wie MeteoNews mitteilte, sollte das Quecksilber am Tag nach Pfingsten in der ganzen Schweiz verbreitet zwischen 27 und 28 Grad anzeigen. Danach allerdings sei wieder fertig mit frühsommerlichem Wetter: Auf das kommende Wochenende prognostiziert SF Meteo Höhenkaltluft; Schnee sei bis unter 1500 Meter möglich.