Die Hauseigentümer sammeln für eine Volksinitiative Unterschriften

Im Kanton Zürich soll die Grundstückgewinnsteuer sinken. Der Hauseigentümerverband lanciert dazu eine Initiative. Vor allem bei Immobilienverkäufen nach sehr kurzer und sehr langer Besitzesdauer seien die Tarife zu hoch, sagt Verbandspräsident Hans Egloff.

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Limmattaler Zeitung

Der Hauseigentümerverband (HEV) des Kantons Zürich beginnt heute mit der Unterschriftensammlung für seine Volksinitiative zur Senkung der Grundstückgewinnsteuer. Ziel der Initiative sei nicht die Abschaffung der Steuer, sondern «eine faire Ausgestaltung der Tarife im Kanton Zürich», sagt der Präsident des kantonalen Hauseigentümerverbands, der Aescher SVP-Kantonsrat und Rechtsanwalt Hans Egloff. Die Höhe des Grundtarifs bleibt nach dem Vorschlag des HEV unangetastet, die Zuschläge und Ermässigungen würden aber so verändert, dass Immobilienverkäufe nach sehr kurzer und sehr langer Besitzesdauer weniger stark besteuert würden. Die heute geltenden Tarife seien zu hoch, so Hans Egloff.

Die Grundstückgewinnsteuer basiert auf den Gewinnen aus dem Verkauf von Grundstücken und Liegenschaften. Der Grundtarif ist abhängig von der Höhe des Gewinns und beträgt im Kanton Zürich in der Regel 40 Prozent. Die tatsächlich zu bezahlende Steuer ist abhängig von der Besitzesdauer. Wer heute eine Liegenschaft weniger als zwei Jahre nach dem Kauf wieder verkauft, bezahlt einen Zuschlag von 50 Prozent auf den Grundtarif. Bei einer Besitzesdauer von mehr als fünf Jahren verringert sich die Grundstückgewinnsteuer mit jedem zusätzlichen Jahr. Laut dem HEV bezahlt aber, wer ein Haus oder eine Wohnung nach 20 Jahren oder mehr verkauft, immer noch 50 Prozent des Grundtarifs - «also 20 Prozent des Gewinns».

«Steuer hemmt Mobilität im Alter»

Nach Ansicht des HEV gibt es «heute viele Gründe, die den Verkauf einer Liegenschaft schon nach kurzer Zeit nötig machen können». Und: «Wer sein Haus altersbedingt aufgibt, darf deswegen steuerlich nicht benachteiligt werden», fordert Egloff. Laut dem Verbandspräsidenten ist die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zürich heute «wesentlich höher als in den umliegenden Kantonen». Ausserdem seien die Tarife «nicht fair» und die Steuer hemme «die Mobilität im Alter».
Nach dem Vorschlag des HEV sollen die Zuschläge auf den Grundtarif neu 25 Prozent bei einer Besitzesdauer von weniger als einem Jahr (bisher 50 Prozent) und 10 Prozent bei weniger als zwei Jahren (bisher 25 Prozent) betragen. Bei einer Besitzesdauer von fünf Jahren soll sich die Grundstückgewinnsteuer um 5 Prozent und danach mit jedem Jahr um weitere 6 Prozent vermindern. Ab einer Besitzesdauer von 21 Jahren würden keine Grundstückgewinnsteuern mehr erhoben. (wi)

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