Openair Frauenfeld
Die Grüngut-Tonne erobert das Open-Air-Festival: «Kann sie mit Vorhängeschloss verschliessen»

Die Besucher des «Openair Frauenfeld» waren schon immer kreativ, was den Transport ihres Gepäcks betrifft. Dieses Jahr waren die Grünguttonnen besonders beliebt.

Mojan Salehipour
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Container Vibes: So individuell wie die Besucher, können auch ihre grünen Tonnen sein.
Die Besucher des Openair Frauenfeld waren schon immer kreativ, was den Transport ihres Gepäcks betrifft, aber die grünen Tonnen waren dieses Jahr besonders beliebt.
Mit Trolley-Koffer geht es auch, doch so viel wie die grünen Tonnen fasst kein Trolley.
Wie Camping, nur hardcore: Für ein Festival, wie dem Openair Frauenfeld, das mehrere Tage geht, muss man gut vorbereitet sein.
Längst nicht alle kommen mit dem Container angerollt. Manche entscheiden sich für den bisherigen Klassiker: Den Einkaufswagen. Sieht aber irgendwie umständlich aus.
Alternativ geht es auch mit dem kleinen Rollkarren.
Wer ganz aufs rollende Gefährt verzichtet, muss halt schleppen...
und das sieht nicht so spassig aus.
Obwohl: Manchen Frohnaturen, scheint auch einfach gar nichts etwas auszumachen.
Die grüne Tonne hat sich bei der Evolution des Openair-Gepäcktransports durchgesetzt...
Wenn fast alles in den Container passt, dann braucht man sich nur noch eine Bauchtasche mit den Wertsachen umzuschnallen und los gehts.
Auch die Treppen kommt man mit den grossen Rollen rauf und runter.
Unzerstörbar: Zum Openair und wieder zurück. Diese Container haben durchgehalten bis zum Schluss!
Auch diese Grüntonnen haben es geschafft. Gespottet: Am Sonntagmorgen am Zürcher Hauptbahnhof.

Reto Martin

Wie Camping, nur hardcore: Für ein Festival wie dem Openair Frauenfeld muss man gut vorbereitet sein. Man braucht Zelte, Schlafsäcke, Kühltaschen oder gar Kühlboxen mit Bier und Schnaps. Nicht wenige bringen eine mobile Soundanlage mit, denn auch abseits vom Gelände braucht es den eigenen Soundtrack zum perfekten Openair. Verschiedene Outfits zum Wechseln sind für die Styler unter den Festivalgängern ein Muss. Hygiene- und Kosmetikartikel dürfen natürlich auch nicht fehlen. Da kommt einiges zusammen. Das richtige Transportmittel für das viele Gepäck ist dann Gold wert.

Besonders beliebt bei den Openairgängern war dieses Jahr die Grünguttonne. Zahlreiche Bilder zeigen, wie Festivalfans mit eben diesen Tonnen auf das Gelände strömen. Diese hat sich in der Evolution des Openair-Gepäcktransports durchgesetzt – zumindest dominierte sie dieses Jahr.

Die Vorteile scheinen auf der Hand zu liegen: Die Grüngutcontainer aus Plastik sind leicht und schmal, trotzdem passt viel rein. Mit den grossen Rollen kommen die Festivalgänger besser zum und durchs Gelände als mit manch anderem Gefährt. Selbst Bahnhofstreppen sind kein grosses Hindernis mehr. Zudem scheinen die Container unzerstörbar zu sein: Die grünen Tonnen schaffen es unbeschadet aufs Gelände – und wieder zurück an die Heimatbahnhöfe der Openairgänger. Einer von ihnen erzählt: «Der Transport mit Grünguttonnen wurde uns im Vorfeld sogar von der Openair-Organisation empfohlen. Sie kommen gut durchs Areal und man kann sie sicher mit einem Vorhängeschloss verschliessen.»

Die Openairbesucher waren schon immer kreativ. Die Klassiker Rollkarren, Veloanhänger und Einkaufswagen waren auch dieses Jahr zu sehen. Manche verzichten auch komplett auf ein rollendes Gefährt und schleppen Schlafsack, Zelt und Kühlbox mit den eigenen Händen.