Schnee
Die grösste Gefahr ist gebannt

Die hohen Temperaturen der letzten Wochen haben einen Grossteil des Schnees in den Alpen schmelzen lassen.

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Hochwasser

Hochwasser

Von Angelo Zambelli

Vor einem Monat präsentierte sich die Lage in den Bergen noch bedrohlich: Die überdurchschnittlich grossen Schneemengen am Alpennordrand stellten eine Gefahr für das Mittelland dar. Schneeschmelze und anhaltende Regenfälle hätten die Flüsse stark anschwellen und über die Ufer treten lassen. Inzwischen hat sich die Lage beruhigt.

Im Vergleich der letzten 10 Jahre seien in diesem Winter die Schneemengen in den Schweizer Alpen überdurchschnittlich hoch gewesen, sagt Christoph Marty vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos. Die ungewöhnliche Wärmeperiode der letzten Wochen habe indes zu einer starken Abschmelzung und damit auch zu einer deutlichen Verminderung des Überschwemmungspotenzials von Aare, Reuss und Limmat geführt. Christoph Marty bezeichnet die aktuelle Situation als «weitgehend entschärft».

Nichtsdestotrotz sind an den Überschwemmungs-Brennpunkten der letzten Jahre (Mellingen, Windisch-Brugg und Döttingen) Massnahmen getroffen worden, um im Falle eines Falles gewappnet zu sein.

In Unterwindisch sollen künftig eine Mauererhöhung und ein Dammbalkensystem Überflutungen verhindern, im Stroppelquartier in Untersiggenthal können die Generatoren des Kraftwerks neu um eineinhalb Meter angehoben werden und die Gemeinde Döttingen hat ein mobiles Schutzsystem beschafft, das innert weniger Minuten auf dem Aaredamm aufgebaut und mit Wasser gefüllt werden kann. Für nachhaltigen Schutz des im August 2007 überschwemmten Gewerbe- und Wohnquartiers an der Austrasse soll die geplante Dammerhöhung der Aarewerke Klingnau AG sorgen.