Die Dringlichkeit ist unbestritten

Die Planungsarbeiten am Generellen Projekt Wiggertalstrasse (2. Etappe) beginnen in den nächsten Wochen, schreibt der Regierungsrat auf eine Interpellation. Die erhobenen Verzögerungs-Vorwürfe an die Adresse des Departements Bau, Verkehr und Umwelt werden strikte zurückgewiesen.

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In ihrer Antwort auf eine Interpellation des Oftringer Grossrats und Gemeindeammanns Martin Bhend (EVP) rund um die Wiggertalstrasse weist die Kantonsregierung darauf hin, dass von Seiten des Departements Bau, Verkehr und Umwelt bis heute stets versucht wurde, alle Wiggertalstrasse- Interessen zu bündeln unter Einbezug aller betroffenen kantonalen Abteilungen (Raumentwicklung, Verkehr, Tiefbau).

Zudem erinnert sie daran, dass für die regionale Abstimmung bereits im Jahr 2006 vom Kanton ein Lenkungsausschuss gegründet worden ist, der regelmässig über die Entwicklungen informiert.

Die Erläuterungen der Interpellation, worin ein mangelhafter Prozessablauf, eine ungenügende interne Zusammenarbeit und Nachlässigkeiten des Departements Bau, Verkehr und Umwelt aufgeführt werden, sind daher unkorrekt und entsprechend zurückzuweisen, betont die Regierung.

Gerade zwecks besserer Abstimmung von Strassenprojekt und Siedlungsentwicklung wurde eine angepasste neue Linienführung vorgeschlagen, was die enge Zusammenarbeit der zuständigen Fachstellen bestätigt.

Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt habe sich stets um eine einvernehmliche und in der Sache gute Lösung bemüht, gibt die Regierung zu bedenken. Nach schwierigen Verhandlungen sei erst im vergangenen Januar klar geworden, dass der betroffene Landeigentümer mit einer Verlegung ungünstig gelegenen Baulands auf sein Land nordöstlich der künftigen Wiggertalstrasse (2. Etappe) nicht einverstanden sei.

Angesichts der Bedeutung dieses Vorhabens sei es ernüchternd, dass der Gemeinderat Oftringen zusammen mit einem Einzelnen der betroffenen Eigentümer nun lediglich noch an einer raschen, nicht aber an einer raumplanerisch besseren Lösung gemäss den Vorschlägen des Departements Bau, Verkehr und Umwelt interessiert sei.

Die zeitliche Dringlichkeit der Wiggertalstrasse ergebe sich aus dem Druck der Region, die die verkehrliche Entwicklung aus den vielen neuen verkehrsintensiven Anlagen real zu spüren bekomme, gibt die Regierung zu bedenken. Dies zeige, dass die Einzonung beziehungsweise Überbauung grosser Flächen mit verkehrsintensiven Nutzungen eine sorgfältige Analyse der vorhandenen Verkehrskapazitäten erforderlich mache.

Und gerade dies sei in Oftringen eben nicht geschehen. «Im Gegenteil: Es wird versucht, das vorhandene eingezonte Bauland möglichst schnell zu überbauen, was zu noch mehr Verkehr führen wird. Die Wiggertalstrasse wird nicht dazu führen können, dieses Problem zu lösen, sie kann es höchstens entschärfen.»

Die Arbeiten am Generellen Projekt Wiggertalstrasse (2. Etappe) beginnen in den nächsten Wochen. Der Abschnitt Bernstrasse bis Rishalden (3. Etappe) wird nicht Bestandteil dieses Projekts sein, da noch zu viele offene Probleme bestehen.