Nach dem ersten Wahlgang vom 4. März waren in der fünfköpfigen Obwaldner Regierung noch zwei Sitze frei. Gewählt wurden am Sonntag Christian Schäli (CSP) mit 6974 Stimmen und Daniel Wyler (SVP) mit 5487 Stimmen. Michael Siegrist (CVP) gelang es mit 5458 Stimmen knapp nicht, den zweiten Regierungssitz seiner Partei zu verteidigen.

Bereits im ersten Wahlgang gewählt worden waren die drei bisherigen Josef Hess (parteilos), Christoph Amstad (CVP) und Maya Büchi-Kaiser (FDP). Die Wahlbeteiligung betrug im zweiten Wahlgang 42,5 Prozent.

"Zufallsergebnis"

Daniel Wyler sagte zur Regierungsbeteiligung der SVP, nun könnten abweichende Meinungen früher in die Entscheidungen der Regierung eingebracht werden. Dass er die Wahl schaffte, führte er auf seine Politik im Kantonsrat zurück. Ihm seien Argumente wichtig.

CVP-Präsident Bruno von Rotz sagte zum Sitzverlust seiner Partei, dass dies ein Zufallsergebnis sei. Die Partei habe nicht auf den falschen Kandidaten gesetzt. Positiv hob er hervor, dass die C-Parteien CVP und CSP weiterhin zwei Sitze hätten.

Im ersten Wahlgang hatte es bei der CVP parteiinterne Turbulenzen gegeben. Jürg Berlinger, CVP-Kantonsrat und Gemeindepräsident von Sarnen, war ohne Unterstützung seiner Partei als Regierungsratskandidat angetreten, holte aber am wenigsten Stimmen aller Kandidaten.

Zwei Juristen

Der neue Regierungsrat Christian Schäli (CSP) löst seinen zurücktretenden Parteikollegen Franz Enderli ab. Er ist 43-jährig, wohnt in Kerns und arbeitet als Jurist bei der Ausgleichskasse Nidwalden. Schäli hatte im ersten Wahlgang das beste Resultat der Nichtgewählten gemacht. Im zweiten Wahlgang holte er bis auf Engelberg in allen Gemeinden am meisten Stimmen.

Der erste Obwaldner SVP-Regierungsrat, Daniel Wyler ist 59-jährig und wohnt in Engelberg. Er ist Jurist und führt im Kantonsrat seine Fraktion an. Er übernimmt im Regierungsrat den Sitz von Niklaus Bleiker (CVP), der zurücktritt.