Gerlafingen
Die bürgerlichen Kräfte schliessen zusammen

In Gerlafingen wird der Gemeinderat von 17 auf 11 Sitze verkleinert. Um auch weiterhin der stark vertretenen SP – bisher mit 8 Sitzen – standhalten zu können, verbünden sich nun die Freisinnigen und die SVP.

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Peter Jordi

Peter Jordi

Solothurner Zeitung

Von Jasmin Kocher

Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Neben der geplanten Verkleinerung des Gemeinderates kam es zu einer überraschenden Listenverbindung der bürgerlichen Parteien. FdP und SVP machen gemeinsame Sache.

«Damit wollen wir auch im verkleinerten Gemeinderat die bürgerliche Mehrheit erreichen», erklärt Parteipräsident der FdP, Jörg Loepfe, diesen Entscheid und meint weiter: «Gemeinsam mit der SVP streben wir als Minimalziel sechs Sitze an.»

Ähnlich tönt es auch bei der SVP: «Mit der Listenverbindung riskieren wir zwar einen 3. Sitz. Doch die bürgerliche Mehrheit im Gemeinderat steht im Vordergrund», betont Beat Blaser, Parteipräsident der SVP Gerlafingen.

Gerlafingen besser vermarkten

Die in den letzten vier Jahren eingeleitete Politik solle weitergeführt werden. Besonders einsetzen wolle sich die FdP daher auch weiterhin für die Steigerung der Lebensqualität in Gelafingen.

Zudem möchte man auch das Standortmarketing weiter ausbauen. In diesem Punkt ist sich die SVP einig mit der FdP: «Neben dem Standormarketing verfolgen wir aber auch Sicherheitsaspekte, eine Steuersenkung und eine bessere Schulqualität», erläutert Beat Blaser.

Mit voller Liste zum Erfolg

Mit acht Sitzen verfügte die SP in der letzten Amtsperiode klar über die Mehrheit. Die restlichen neun Sitze teilten sich bisher die FdP (5) und die SVP (4). Für den kommenden Wahlsonntag am 28. Juni ist die SP wiederum bestens gerüstet: «Es ist uns gelungen, eine volle Liste aufzustellen», wie SP-Parteipräsident Thomas Flückiger mitteilt.

Sie hätten problemlos genug Kandidaten gefunden, da alle Bisherigen erneut kandidieren. Trotz der Tatsache, dass der SP im Moment ein rauer Wind entgegenwehe, rechnet sich Flückiger gute Chancen aus: «5 Sitze sind durchaus realistisch.»

Kein Gegenkandidat in Sicht

Auch der Gerlafinger Gemeindepräsident Peter Jordi entschied sich, für eine weitere Amtsperiode zu kandidieren. Obwohl einige Lappalien die Bilanz trübten, könne er auf jeden Fall eine positive Bilanz ausweisen.

Denn unter dem Strich sei das Amt des Gemeindepräsidenten sehr reizvoll: «Das enorme Tätigkeitsfeld stellt eine grosse Herausforderung dar und fasziniert mich zugleich sehr.»

Im Moment gebe es noch keine Anzeichen eines Gegenkandidaten. Doch die Meldefrist läuft noch bis am 18. Mai, wie Jordi relativiert. «Falls sich bis dahin noch jemand meldet, werde ich mich sportlich auf den Wahlkampf einstellen.»