Schweiz

Die Basis der BDP ist nun bereit für eine Fusion mit der CVP

Parteipräsident und Nationalrat Martin Landolt an einer Delegiertenversammlung der BDP Schweiz.

Parteipräsident und Nationalrat Martin Landolt an einer Delegiertenversammlung der BDP Schweiz.

Die Mitglieder der BDP wollen mit der CVP über eine Fusion verhandeln. Nach der Niederlage bei den letzten Wahlen arbeiten beide Parteien im Bundeshaus bereits in einer Mitte-Fraktion zusammen.

(sat) Wie die BDP Schweiz mitteilt, hat ihr Vorstand am Donnerstagabend die Ergebnisse einer Mitgliederbefragung «erfreut» zur Kenntnis genommen. Demnach stehen 60 Prozent der Basis hinter der Idee einer neuen Mitte-Partei. Die Umfrage war im April vom Vorstand beschlossen worden. Zudem hat der Vorstand damals der Parteileitung das Mandat erteilt, mit der CVP Gespräche über eine Fusion zu führen. CVP-Präsident Gerhard Pfister hat sich in den letzten Monaten bereits mehrfach offen zu Gesprächen gezeigt. Noch vor sechs Jahren hatte die BDP-Basis eine Fusion in einer Umfrage abgelehnt. Namentlich die Gründungssektionen Graubünden und Bern stellten sich damals gegen ein Zusammengehen.

Laut BDP ist es ihrer Basis wichtig, dass die Positionierung «als starke Mitte auch in einem künftigen Parteinamen sichtbar wird». Kompromiss- und Konsensfähigkeit seien in der Umfrage als «wichtigste Werte» genannt worden. Die CVP hat derzeit ebenfalls eine interne und externe Befragung zur Namensfrage und zu einer möglichen Fusion am Laufen. Deren Ergebnisse sollen laut einem Bericht der Tamedia-Zeitungen vom Freitag Ende Juni veröffentlicht werden. Parlamentarier beider Parteien würden zudem bereits kommende Woche am Rand der Sommersession zu einer ersten Verhandlungssitzung zusammenkommen. Wie die Tamedia-Zeitungen weiter schreiben, befürworten die Gründungssektionen Graubünden und Bern diesmal nun ebenfalls eine Fusion mit der CVP.

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