Schweiz

Die Armee bleibt Männersache: Nur 435 Frauen meldeten sich zum Dienst

Bei Sporttest schneiden mehr junge Männer mit guten Resultaten ab (Symbolbild).

Bei Sporttest schneiden mehr junge Männer mit guten Resultaten ab (Symbolbild).

Rund 30'000 junge Männer stellten sich 2019 der Aushebung. Über 70 Prozent wurden für tauglich befunden, 1580 von ihnen werden von der Armee aus verschiedenen Gründen nicht genommen.

(wap) Die Tauglichkeit der Schweizer Stellungspflichtigen ist im letzten Jahr angestiegen und liegt nun über 70 Prozent, das sind 1,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese Zahlen gab die Armee am Freitag bekannt.

Von den 30'033 beurteilten Stellungspflichtigen waren 21'297 tauglich für den Militärdienst, 2'781 für den Zivilschutz. Die meisten davon sind Männer: Nur gerade 435 Frauen haben sich freiwillig der Rekrutierung gestellt, davon waren 42 untauglich, 21 wurden nicht genommen und 15 haben ihr Gesuch bereits wieder zurückgezogen. 345 Frauen wurden von der Armee als tauglich eingestuft.

Insgesamt erteilte die Armee 30'033 Schweizerinnen und Schweizern einen definitiven Entscheid. 70,9 Prozent waren militärdiensttauglich, 9,3 Prozent schutzdiensttauglich und knapp ein Fünftel medizinisch untauglich. 1580 Stellungspflichtige wurden «aus verschiedenen Grünen zurückgestellt,» wie es in einer Meldung heisst. Das bedeutet: Sie wurden von der Armee nicht genommen. Gegen 198 Personen hat die Armee eine sogenannte Risikoerklärung erlassen: Sie stellen ein mögliches Risiko für sich und andere dar und sollen keine Armeewaffe erhalten.

Bei den Untauglichkeiten stehen Probleme im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund, im psychischen Bereich geht es meist um Defizite bei der psychischen Belastbarkeit, Angststörungen und Drogenkonsum.

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