Challenge-League
Die AC Bellinzona ist zahlungsunfähig

Die finanziellen Probleme des Challenge-League-Aufstiegsaspiranten Bellinzona sind gravierend. Präsident Gabriele Giulini erklärte am Dienstag gemäss dem Online-Portal des "Corriere del Ticino" Zahlungsunfähigkeit.

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Gabriele Giulini, Präsdient des FC Bellinzona

Gabriele Giulini, Präsdient des FC Bellinzona

Keystone

Vor etwas mehr als einer Woche hatte die Lizenzadministration der Swiss Football League (SFL) gegen Bellinzona Anzeige bei der Disziplinarkommission erstattet. Der Tessiner Klub hat seit Dezember weder Löhne noch Sozialabgaben bezahlt. In den ersten Tagen nach Bekanntwerden der Finanzprobleme beschwichtigte Präsident Giulini das Umfeld. Noch am Dienstag liess sich der Italiener in der Zeitung «La Regione» wie folgt zitieren: «Ich habe die Mannschaft am Samstag beruhigt. Die Löhne kommen bis Dienstag.»

Kurz darauf war alles viel schlimmer als angenommen. Giulini erklärte sich zahlungsunfähig. «Ich habe nicht die Mittel, um weiterzumachen.» Giulini liess am Dienstag die Frist verstreichen, die ihm die SFL gewährt hatte, um Beweise für die Zahlung von Löhnen und Sozialabgaben vorzulegen. In den nächsten Tagen wird die Disziplinarkommission tätig. Das Strafmass bewegt sich von einer Busse über Punktabzügen bis hin zum Lizenzentzug.
Im Tessin befürchten Beobachter, dass die AC Bellinzona womöglich nicht einmal die Saison zu Ende spielen kann. Sie wäre nach Servette (2005) und Neuchâtel Xamax (2012) innerhalb von acht Jahren der dritte SFL-Klub, der während der Saison aus finanziellen Gründen aufgeben muss. Für den FC Aarau bedeutete dies - wahrscheinlich - den Liga-Aufstieg. (sda/cls)

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