Stimmrechtsalter
Didier Burkhalter will 16-Jährige an die Urne lassen

Die tiefe Stimmbeteiligung der jungen Erwachsenen ist Bundespräsident Didier Burkhalter ein Dorn im Auge: Nun schlägt er vor, dass Stimmrechtsalter auf 16 zu senken. Das ist eigentlich eine linke Forderung.

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Zu einem Schwerpunkt seines Präsidialjahres hatte Bundespräsident Didier Burkhalter die Jugend erklärt. Nun schaltet er sich in die Debatte um die tiefe Stimmbeteiligung der jungen Generation ein, die durch die Analyse der Abstimmung über die Masseneinwanderungsinitiative offengelegt wurde.

In der Zeitung „Schweiz am Sonntag" plädiert Burkhalter dafür, bereits 16-Jährige abstimmen zu lassen. «Ich befürworte den Grundsatz des Stimmrechtsalters 16, da dadurch die Verantwortung der Jugend für unsere Schicksalsgemeinschaft gefördert werden kann», sagt er.

Zu prüfen wäre ein Stimmrechtsalter 16 «vorrangig auf lokaler und kantonaler Ebene, gemäss den speziellen Bedürfnissen der Bevölkerung in den einzelnen Kantonen.» Mit seinem Votum unterstützt der Freisinnige Burkhalter eine traditionell eher linke Forderung.

Der Nationalrat lehnte 2007 einen entsprechenden Vorstoss von Evi Allemann (SP/BE) ab. Glarus beschloss im gleichen Jahr die Einführung des Stimmrechtsalters 16 auf Kantons- und Gemeindeebene.

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