Der "Guichet unique" werde im Rahmen des Auslandschweizergesetzes geschaffen, welches das Parlament erarbeiten wolle. "Ich bin froh, dass dieses Projekt gut gestartet ist und dass die Zusammenarbeit zwischen der zuständigen Subkommission des Ständerats und den zuständigen Diensten des EDA sehr zufriedenstellend verläuft", betonte Burkhalter gemäss Redetext.

In Zeiten des ständigen und raschen Wandels sei es wichtig, dass Schweizerinnen und Schweizer im Ausland stets Zugang zu hochwertigen und bedürfnisgerechten Dienstleistungen hätten. Dieser Anspruch habe zur Schaffung des Konsularischen Direktion innerhalb des EDA geführt, die mittlerweile den Auslandschweizern bestens bekannt sei. "Nach ihrem erfolgreichen Start werden dort alle Fäden zusammenlaufen."

E-Voting für alle gefordert

Die neuen Informationstechnologien erlaubten es, den administrativen Aufwand für Auslandschweizer zu reduzieren, sagte Bundesrat Burkhalter weiter. "Wir können beispielsweise Dienstleistungen anbieten, die nicht mehr das persönliche Erscheinen bei einer Botschaft oder einem Generalkonsulat erfordern."

Diese Überlegung gelte auch für die Ausübung politischer Rechte, denn man habe die Möglichkeit, sichere elektronische Abstimmungssysteme einzuführen.

Burkhalter zeigte denn auch viel Verständnis für die Petition "E-Voting für alle", die ihm mit 15'000 Unterschriften überreicht wurde. Sie verlangt, dass bei den eidgenössischen Wahlen 2015 alle Stimmberechtigen im Ausland über Internet abstimmen können. Von den 700'000 im Ausland lebenden Schweizern und Schweizerinnen nähmen 143'000 regelmässig an Wahlen und Abstimmungen teil.

Die Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer prägten das Bild der Schweiz im Ausland. "Sie sind die Schweiz", sagte der Aussenminister. "Im Namen des Bundesrates möchte ich Ihnen dafür danken."