Golf von Aden

Deutsches Schiff von Piraten angegriffen - «Jede Hilfe zu spät»

Somalische Piraten auf hoher See

Somalische Piraten auf hoher See

Somalische Piraten haben im Golf von Aden erneut ein deutsches Schiff gekapert. Das Frachtschiff mit elf Mann Besatzung an Bord wurde am Dienstag 120 Seemeilen nördlich der somalischen Stadt Boosaaso angegriffen.

Die "MV Victoria" einer deutschen Reederei fuhr nach Angaben der Regierung von Antigua und Barbuda unter der Flagge des Karibikstaats. Das Schiff fuhr gemäss der Mission "Atalanta" in einem bewachten Pulk, ein Helikopter des nächstgelegenen Kriegsschiffes konnte die Entführung jedoch nicht mehr verhindern.

Der Überfall sei innerhalb weniger Minuten vonstatten gegangen, "so dass jede Hilfe zu spät kam", sagte ein "Atalanta"-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP: Das "Überraschungsmoment war auf Seiten der Piraten".

Der Angriff sei "bei hellem Tageslicht am Nachmittag" erfolgt, erklärte der Sprecher. Nach Angaben der Freien Matrosen-Gewerkschaft im rumänischen Constanta kletterten acht Piraten aus kleinen Fischerbooten an Bord und kaperten das Schiff, das eine niedrige Reeling habe.

Die elfköpfige, ausschliesslich rumänische Besatzung soll unversehrt sein, wie der Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums erklärte. Das Schiff war auf dem Weg von Indien nach Saudi-Arabien. Es hat 10 000 Tonnen Reis geladen.

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