Über die Nationalität der Besatzungsmitglieder war zunächst nichts bekannt. Ein Sprecher der Fünften US-Flotte in Bahrain sagte, es handle sich um den 31 000 Tonnen schweren Frachter "Patriot", der unter maltesischer Flagge fährt.

Die Piraten hätten das Schiff im Golf von Aden knapp 300 Kilometer südöstlich der jemenitischen Küstenstadt Muqalla in ihre Gewalt gebracht.

Ein Sprecher der EU-Mission "Operation Atalanta" sagte in London, der Frachter sei nun auf dem Weg zur somalischen Küste. Zu Lösegeldforderungen machte der Sprecher keine Angaben. Das Schiff sei im Transitkorridor gefahren. "Es war auch registriert und hat sich so verhalten, wie empfohlen", sagte der Sprecher.

Nebst weiteren Schiffen befindet sich auch der deutsche Frachter "Hansa Stavanger" in der Gewalt von Seeräubern. Das Schicksal der 24 Seeleute aus mehreren Nationen auf dem in Hamburg registrierten Containerschiff ist unklar. Die "Hansa Stavanger" war am 4. April von Piraten im Indischen Ozean gekapert worden.

In den vergangenen Monaten haben somalische Piraten zahlreiche Schiffe entführt und hohe Lösegelder erpresst. Wegen der häufigen Angriffe sind vor Somalia und im Golf von Aden Marineschiffe aus zahlreichen Ländern im Einsatz.