Sony-Pläne
Deutliches Zeichen für Sony-Pläne

Zum grössten Teil ist klar, was auf dem Land, das wohl bald der Stadt Schlieren gehören wird, entstehen soll: der neue Sony-Hauptsitz, Wohnungen und weitere Gewerbeflächen. Damit ist aber noch nicht das ganze Land verplant.

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Grosse Pläne

Grosse Pläne

Limmattaler Zeitung

Daniel von Känel

Rund 13 000 Quadratmeter Land beabsichtigt die Stadt Schlieren von der Stadt Zürich zu kaufen. Mindestens 9000 Quadratmeter will Schlieren an einen Investor weiterverkaufen. So soll im Gebiet des alten Fussballplatzes an der Rütistrasse die Firma Sony einen neuen Hauptsitz erhalten, sollen Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen.

Ratstelegramm

30. Sitzung des Parlaments Schlieren

Der Vertrag mit der Stadt Zürich über den Erwerb von Land an der Rütistrasse wurde genehmigt.

Der Geschäftsbericht 2008 wurde vom Parlament abgenommen.

Die revidierten Statuten der Berufswahlschule Limmattal wurden vom Parlament genehmigt.

Die Motion von Beat Rüst (Grüne) über die Bewirtschaftung aller öffentlichen Parkplätze wurde vom Stadtrat als Postulat entgegengenommen. Das Postulat von Doris Wicki (CVP) über Baumbestattungen und jenes von Markus Hof (SVP) über wilde Entsorgung wurden entgegengenommen.

Zwei Bürgerrechtsgesuche wurden angenommen. Ein Gesuch wurde abgelehnt (der Antrag lautete auf Ablehnung). (dvk)

Beitrag zur Stadtentwicklung

Ein extrem wichtiges Geschäft, nannte FDP-Gemeinderat Andreas Geistlich an der Parlamentssitzung den Landkauf. Es gehe um den Verbleib eines wichtigen Unternehmens in der Stadt. Sony nämlich hat sich nach einem neuen Standort umgesehen und sich wiederum für Schlieren entschieden, wo die Firma schon lange ansässig ist. Es gehe auch um die Entwicklung des Gebiets nördlich des Bahnhofs, sagte Geistlich. Das Geschäft sei demnach auch für die Stadtentwicklung wichtig.

Markus Hof (SVP) sagte, dass man erfreut sei über die Bemühungen der Stadt, Sony in Schlieren behalten zu können. Man müsse sich allerdings überlegen, gleich das ganze Land zu verkaufen. Generell positiv äusserte sich auch Jürg Naumann vom Quartierverein. Nachdem Finanzvorstand Toni Brühlmann (SP) erklärte, dass der Investor möglicherweise die ganze Parzelle kaufen möchte, äusserte sich Naumann skeptisch dazu. Man solle das noch nicht verplante Land behalten und gut überlegen, was man damit machen könnte. Es sei das letzte Stück, das im Zentrum noch verfügbar sei.

Markus Bärtschiger (SP) appellierte ebenfalls daran, dass ein Augenmerk auf die Restnutzung der Parzelle gelegt werden müsse. Die rund 4000 Quadratmeter sollen wirklich sinnvoll genutzt werden, damit keine «Sünden» gebaut würden. Aber: Der Landkauf sei sinnvoll vor dem Hintergrund, dass man einen guten Steuerzahler behalten könne.

Dies sei die Hauptsache an diesem Geschäft. So sprach sich auch die SP/Grüne-Fraktion für den Landkauf aus. Dies tat auch die CVP/EVP-Fraktion. Somit war die Abstimmung denn auch eine deutliche Angelegenheit. Mit 29 zu 0 Stimmen genehmigte das Parlament den Kauf.

Entscheid aus Zürich

Der Stadtzürcher Gemeinderat soll das Traktandum laut Brühlmann auf heute Mittwoch traktandiert haben. Es sei ein Geschäft mit sehr hoher Dynamik, sagte Brühlmann. Für die öffentliche Hand, sagte er, sei es ein sehr hohes Tempo, das man eingeschlagen habe.

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