Der Zürcher Fluglärmindex sorgt weiter für Diskussionen

Einfluss der Bevölkerungsentwicklung soll bei Flugbetrieb kompensiert werden. Weitere Änderungen im Monitoringwert des Zürcher Fluglärmindex (ZFI) sind nicht ausgeschlossen, schreibt der Regierungsrat in seiner gestern veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage von SVP-Kantonsrat Martin Arnold (Oberrieden).

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Aargauer Zeitung

Der ZFI sieht vor, dass nicht mehr als 47 000 Menschen von Fluglärm stark belastet sein dürfen. Im Jahr 2007 sollen es 46 300 Personen gewesen sein. Wobei dieser Wert je nach Messung auch überschritten worden sein könnte, was die Regierung verpflichten würde, Massnahmen einzuleiten. Der Antwort ist zu entnehmen, dass der Monitoringwert «auf lange Sicht» so tief wie möglich zu halten sei und dass weitere Änderungen nicht auszuschliessen seien.

In einer Umfrage haben sich 64 Gemeinden und 6 Planungsverbände sowie der Dachverband Regionalplanung Zürich mit dem ZFI auseinander gesetzt. 90 Prozent der antwortenden Gemeinden und die Hälfte der Planungsverbände bejahen die Frage, ob der Einfluss der Bevölkerungsentwicklung auf den ZFI durch Massnahmen im Flugbetrieb kompensiert werden soll. Dies geschah häufig mit der Begründung, der ZFI sei als Gegenvorschlag zur Plafonierung der Flugbewegungen beschlossen worden, weshalb die Folgen einer Richtwert-Überschreitung durch den Flugbetrieb zu tragen seien.

Einig sind sich alle Seiten, dass es gelte, das Nebeneinander von Siedlungsentwicklung und Flugbetrieb zu optimieren und eine nachhaltige Planungssicherheit zu schaffen. Allerdings betonen sie, dass der erst kürzlich eingeführte ZFI nicht bereits jetzt wieder geändert werden sollte.

Sämtliche der antwortenden Gemeinden verneinen die Frage, ob als Folge der Entwicklung des ZFI die Absicht bestehe, planungs- oder baurechtliche Massnahmen zur Eindämmung der Bevölkerungsentwicklung zu ergreifen. Der Index sei kein Grund, von bestehenden Entwicklungsabsichten Abstand zu nehmen. (ph)