Reportage
Der «Woldmannli»-Blick: Uns schauen Jahrhunderte an

Der Urschweizer Kanton fördert über die Tradition den Aufbruch, ordnet an der Alpenpforte den Widerstand und schreibt gerade seine Geschichte neu. Max Dohner nimmt sie in seinem Film auf die Reise in die Urschweiz mit.

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Der Urschweizer-Kanton Uri.
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So blicken wir gewöhnlich nach Uri: stotziger Berg, wildes Gewölk, enge Täler, von der Wasserkraft die Elektrizität. Und vergessen dabei den See, wichtig in Uri. Blick über Urnersee mit Tellsplatte.
Urner Säumer brachten auch hohe Tiere gut über den Pass, wie hier General Suworow. Eine Art Wegführer sind sie noch heute – auf technologischem Terrain. Suworow-Denkmal auf dem Gotthard.
Hans Stadler-Planzer, Historiker. «Wir haben hier schon etwas, das Europa von neuem wachrufen könnte.»
Markus Sigrist, Geschäftsführer Cheddite. «Im Areal der Sprengstofffabrik wollte jemand mal einen Bootshafen bauen.»
Rolf Stadler, CEO Crayon. «Der Firmensitz in Uri vermittelt Vertrauen für den Aufbruch in die Cloud.»

Der Urschweizer-Kanton Uri.

Max Dohner

Wie die Horde im stotzigen Gurschenwald uns entgegenstürzt, könnte man Angst bekommen. Die kriegsbemalten Gesichter, die Sackleinen, finsteren Kapuzen. Die Kuhhörner, Schellen – Urzeit scheint wieder hereingebrochen.

Das sind die «Woldmannli» ob Andermatt. Leute wie du und ich, Leute von heute. Und trotzdem halten sie sich für grundverschieden: Es sind Urschner. Keine Urner – Urschner. Die wollten sich mal von Altdorf lossagen. Und pflegen heute noch ihre uralten Bräuche: etwa wie einst die Waldarbeiter und Taglöhner bei Winteranbruch hinunter ins Dorf zu ziehen.

Unser Autor, Max Dohner, nimmt sie mit auf eine multimediale Reise in die Urschweiz:

Geschichte des Landes Uri Hans Stadler-Planzer. Bände 1, 2a, und 2b. Uranos-Verlag, Schattdorf UR. Zu beziehen auch bei Gisler Druck AG, Altdorf.