Raser
Der unverbesserlichste Raser rast wieder

Amir B. ist der bekannteste Raser der Schweiz. Er wurde wieder ohne Führerausweis erwischt. Jetzt droht Knast oder Ausschaffung.

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Amir B.

Amir B.

Aargauer Zeitung

Der in Schlieren Zh wohnhafte Serbe Amir B. erlangte 2004 mit seinem Auftritt in der «Rundschau» zweifelhafte Berühmtheit. «Ich bin ein Psychopath», trompetete der vorbestrafte Amir B. vor der Kamera, «ich mache lieber einen Unfall, als ein Rennen zu verlieren.» Nach der Sendung konfisizierte die Polizei seinen VW Golf, den er für 80 000 Franken auf 300 km/h getunt hat.

Bei einem Rennen auf der Autobahn im August 2004 landete sein Gegner in der Leitplanke und überschlug sich. Schon im Juni war Auto-Rowdy Amir B. mit Tempo 175 geblitzt worden.

Baute nur Mist

Bis heute hat der unverbesserliche Raser selbst einen Unfall verursacht. Nicht nur das: Er musste wegen sechzig Einbrüchen drei Jahre hinter Gitter, schreibt der «Blick» am Montag. Die Hälfte davon musste er absitzen. Auch den Führerausweis wurde ihm auf unbestimmte Zeit entzogen.

Ende Oktober 2010 gibt sich der zweifache Familienvater aus Schlieren ZH in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag» geläutert. «Das Thema Rasen ist für mich erledigt», sagt Amir B. Die beiden 5- und 7-jährigen Söhne seien jetzt sein Lebensinhalt.

Knast bedingt - oder die Ausschaffung?

Dabei verschweigt der Führerscheinlose, dass er im Januar in Papas Mercedes erwischt wurde. Und im Sommer auf der Autobahn: Polizisten kontrollierten Amir B. auf einem Rastplatz. Sein Audi hatte keine Vignette. Und er kein Billett. Jetzt fordert Staatsanwalt Jürg Boll sieben Monate Haft unbedingt für Amir B. Dazu sollen auch die bedingt ausgesprochenen 18 Monate vollzogen werden. Und: Boll will das Auto des Rasers als Tatwaffe einziehen lassen.

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