Twannberg
Der «Twannberg» ist verkauft

Aus der Ferienanlage wird kein Asylzentrum

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Jetzt geht alles schnell: Die marode Stiftung Feriendorf Twannberg hat ihre Ferienanlage auf dem Twannberg verkauft. «Wir haben heute den Vertrag unterschrieben», sagte auf Anfrage zu einer Medienmitteilung Stiftungsratspräsidentin Dora Andres. Käuferin ist die Westschweizer BOAS-Holding. Deren Generaldirektor Bernard Russi sei nicht identisch mit dem Ex-Skirennfahrer. Über den Verkaufspreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte Andres.

Laut Medienmitteilung will die BOAS die Anlage im kommenden Herbst wiedereröffnen. Die notwendigen Renovationen sollen sukzessive vorgenommen werden. Wie die BOAS schreibt, betreibt das Unternehmen «bereits über 20 verschiedene Gesellschaften und Institutionen im Bereich Bewirtschaftung, Unterbringung und Pflege von Senioren».

Dass aus dem Twannberg nicht wie im März kommuniziert ein Asylbewerberzentrum wird, hatten Andres und der vom Kanton mit der Leitung beauftragte Verein Asyl Region Biel bereits am Dienstag kommuniziert. Wie Andres sagte, hat die Stiftung die Kündigung durch den Bieler Verein akzeptiert, unter dem Vorbehalt, dass der Verkauf zustande kommt. Weil der Druck durch neue Asylbewerber abgenommen habe, könne der Kanton auf das Durchgangszentrum auf dem Twannberg verzichten, sagte Thomas Lauwiner vom Migrationsdienst des Kantons.

Der Verein hatte den Vertrag aufgekündigt, weil die Gebäudeversicherung Auflagen gemacht hatte. Deren Umsetzung hätte rund 40 000 Franken gekostet. Weder der Verein noch die Stiftung noch der Kanton waren jedoch bereit, diese Investitionen vorzunehmen. (uz)