Der 33-jährige Mann, der in Daillon drei Menschen erschoss und zwei weitere Menschen schwer verletzte, wird als Einzelgänger beschrieben, der im Militär Karriere machen wollte. So zitiert die Walliser Tageszeitung Le Nouvelliste einen ehemaligen Schulkameraden: «Er war immer von der Armee begeistert. Vor etwa zehn Jahren hat er mich zu sich eingeladen. Er hatte diverse Waffen in einem Schrank - Messer, aber auch Gewehre und Pistolen.» Als eine Mischung aus Rambo und Pfadfinder wird er von einem weiteren Schulkollegen beschrieben.

Der Walliser Polizeikommandant Robert Steiner zum aktuellen Ermittlungsstand nach der Schiesserei in Daillon

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Neben der Scheidung von seinen Eltern habe ihn vor allem das Scheitern seiner Militärkarriere aus der Bahn geworfen, berichtet die Westschweizer Zeitung Le Temps. Demnach habe er nach der Rekrutenschule weiter gemacht, sei dann aber nicht befördert worden. Und auch der Blick schreibt, dass das Militär das Einzige gewesen sei, was ihm Freude bereitet habe. Der Täter habe den Kontakt zur Familie abgebrochen, weiss der Blick weiter. Der 33-Jährige habe Arbeitslosengeld und IV bezogen, obwohl er eigentlich hätte arbeiten können, wird die heutige Freundin des Vaters zitiert.

Gemäss Tagesanzeiger befindet sich der Mann ausser Lebensgefahr. Was den Mann zu seiner Tat trieb, ist weiterhin nicht klar. Die zuständige Staatsanwältin wolle den Täter deshalb so rasch als möglich befragen.