In vielen Gebieten war der Juni zu trocken gewesen, mancherorts herrschte bis vergangene Woche eine erhebliche Waldbrandgefahr, beispielsweise in Graubünden, im Wallis und in St. Gallen.

Am Sonntag fiel besonders im Mittel- und Nordtessin sowie im bündnerischen Misox viel Regen: Im Maggiatal waren es bis Sonntagmittag 86 Liter pro Quadratmeter, in Airolo 73 Liter.

Für die Bewohner dieser Region sowie den zentralen und östlichen Alpen und Voralpen war die Situation am Sonntagnachmittag noch nicht überstanden: MeteoSchweiz warnte weiterhin vor starken Niederschlägen und Hochwasser in kleinen und mittleren Gewässern.

Deutlich weniger Regen fiel gemäss MeteoSchweiz bis am Mittag auf der Alpennordseite - in Basel knapp 30 Liter, in Winterthur 34 Liter.

Mit dem Regen sank auch das Thermometer, und es wehte ein mässiger bis starker Wind: In Einsiedeln war es am Sonntagmittag nur gut 12 Grad warm, am Vortag hatte das Thermometer noch 21 Grad angezeigt. Um gar über 10 Grad von knapp 25 auf etwa 14 Grad fielen die Temperaturen in Chur.

Etwas weniger extrem war der Temperatursturz in Zürich (-7,7) oder Genf (-4,9). Die Schneefallgrenze sank im Gebiet des Säntis bis Mittag von über 3000 auf 2400 Meter - auf den höheren Alpenpässen war bis am Abend Schneeregen zu erwarten.

Das missliche Wetter am Sonntag war nur ein Intermezzo: Zwar dürfte der Montagmorgen in grossen Teil der Schweiz noch wolkenverhangen und in den Alpen auch nass beginnen. Für den Nachmittag stellt MeteoSchweiz aber für das Flachland bereits Aufhellungen und angenehme Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad in Aussicht.