Der Sek-P-Standort führte zu Diskussionen

Sollten die Recherswiler Kinder dem Sek-P Standort Derendingen-Luterbach zugewiesen werden, will sich der Gemeinderat wehren. Zuerst muss nun aber der offizielle Entscheid abgewartet werden.

Lea Reimann

«Der Entscheid über die Standorte der Sek-P ist zwar gefallen, es ist aber noch immer nicht offiziell bekannt, welche Gemeinden welchen Standorten zugeteilt werden», erklärte Hardy Jäggi, Ressortleiter Bildung, an der Gemeinderatssitzung. Da sowohl der Gemeinderat von Recherswil als auch jener von Obergerlafingen eine Zuweisung zum Standort Solothurn favorisieren, erwarte man vom Kanton, dass diesem Wunsch entsprochen wird.

Der Gemeinderat war sich an der Sitzung vom Donnerstag jedoch nicht einig, zu welchem Standort der Kanton die Recherswiler Kinder tatsächlich zuteilen werde. Gemäss einer Karte in dieser Zeitung würden Recherswil und Obergerlafingen dem Standort Derendingen-Luterbach zugeteilt, sagte Hardy Jäggi und betonte: «Wir würden diesen Entscheid auf jeden Fall anfechten und Rechtsmittel ergreifen.» Im Regierungsratsbeschluss sind die Gemeinden, die dem Standort Wasseramt Ost zugeteilt sind, explizit aufgeführt. Recherswil ist jedoch nicht dabei. Andere Ratsmitglieder waren hingegen der Meinung, dass die Kinder nach Solothurn in die Sek-P gehen können. Letztere Meinung bestätigt auch der Regierungsratsbeschluss vom 28. April.

Waldfest soll gerettet werden

Ebenfalls auf einen offiziellen Entscheid wartet die Gemeinde betreffend das Waldfest der Schützengesellschaft, das traditionsgemäss jedes Jahr Ende Juli stattfindet. Da Kantonsoberförster Jürg Froelicher dieses Fest heuer nicht mehr bewilligen will, steht das Fest auf der Kippe. «Wir haben es hier mit Beamtenwillkür zu tun und wollen uns dagegen wehren», betonte Gemeindepräsident Arnold Stotzer. Ein Dorn im Auge war dem Gemeinderat vor allem, dass der Kantonsoberförster sich nicht bei den Gemeindebehörden oder bei der Schützengesellschaft gemeldet habe, um eine Lösung zu suchen.

Die Schützengesellschaft hat nun einen Brief an das Amt für Raumplanung, welches für die Bewilligung verantwortlich ist, geschickt. Darin bittet sie um die Koordination mit den notwendigen kantonalen Behörden. Im Falle einer negativen Beurteilung durch eine der kantonalen Behörden wird eine ausführliche Begründung sowie eine beschwerdefähige Verfügung mit Rechtsmittelbelehrung verlangt, auf welche dann reagiert werden könnte.

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