«Der längst fällige Radweg ist zu realisieren»

Der Gemeinderat Rümikon für die Amtsperiode 2010–2013 steht fest. Gewählt sind die Bisherigen Urs Habegger und Corrado Brunelli sowie neu Corinne Schneider, Franz Schumacher und Markus Perreten. Die neuen Gemeinderäte stellen sich und ihre Meinungen zur Zukunft des Dorfes vor.

Angelo Zambelli

Die Wahlschlacht um die Sitze in den Rümiker Gemeinderat ist geschlagen. Zeit, die Personen, die von den Wählerinnen und Wählern neu in die Verantwortung um die Geschicke der Gemeinde eingebunden worden sind, näher vorzustellen.

«Sorgen und Nöte ernst nehmen»

Franz Schumacher (64) ist seit 26 Jahren in der Gemeinde Rümikon wohnhaft und arbeitete 32 Jahre bei der Swissair als Kabinenchef. Heute ist er pensioniert. Für die Gemeinde Rümikon ist Franz Schumacher seit 12 Jahren als Fischereiaufseher tätig. Er ist Vater zweier erwachsener Kinder.

Die politischen Anliegen Schumachers sind die Kollegialität im Gremium, Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz, «wo immer möglich auch der Bevölkerung gegenüber». Ausserdem will er als Gemeinderat die Nöte und Sorgen der Einwohner ernst nehmen und versuchen, diesen gerecht zu werden. Schumacher: «Wichtig ist mir, die Attraktivität unserer wunderschön gelegenen Gemeinde mit Sitzbänken an den Spazier- und Wanderwegen zu erhöhen. Zudem ist der längst fällige Radweg zu realisieren.» Schumacher will sich dafür einsetzen, dass für die Industrie akzeptable Bedingungen geschaffen werden, die es ihr ermöglicht, in Rümikon zu prosperieren. Angesprochen auf eine mögliche Fusion mit anderen Rheintalgemeinden, hat er eine klare Meinung: «Für die Zukunft würde ich es begrüssen, wenn man eine Fusion in die Wege leiten könnte.» Seine politische Position umschreibt Schumacher als «sozialverträglich, rechts von der Mitte». Als Hobbys pflegt der Neugewählte die Fliegenfischerei und sein Boot auf dem Rhein.

Die Sichtweise der Frau im Rat

Corinne Schneider (25) ist ledig und wohnt seit 2008 in der Gemeinde Rümikon. Beruflich ist sie als Sachbearbeiterin bei der Krankenkasse Helsana tätig. Ihre Freizeit verbringt sie mit ihren Pferden, Kinobesuchen oder in Gesellschaft guter Freunde.

Gemeinderätin zu sein, ist für Corinne Schneider eine ganz neue Erfahrung: «Ich möchte das Amt möglichst unbelastet von den alten Streitigkeiten antreten. Priorität hat die Einarbeitung in die Themen. Wichtig ist mir, die anstehenden Geschäfte möglichst schnell, unabhängig und neutral zu behandeln, um ebenso schnell, unabhängig und neutral entscheiden zu können.»

«Rümikon muss attraktiv bleiben»

Markus Perreten (31) ist verheiratet und seit knapp 3 Jahren in der Gemeinde wohnhaft. Der gelernte Automechaniker ist bei der Firma Stocker Tiefbau in Kleindöttingen als Mechaniker und Chauffeur beschäftigt. Markus Perreten ist nach eigenen Angaben sehr motiviert, im Gemeinderat mitzuarbeiten. Wichtige Anliegen sind ihm ein besserer Draht des Gemeinderates zur Bevölkerung, die Förderung von Familien, Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie, aber auch, dass das Dorf nicht noch mehr Infrastruktur verliert und attraktiv bleibt. Wunder bewirken könne der neu zusammengesetzte Gemeinderat nicht, bemerkt Perreten. «Ziel muss es sein, in kleinen Schritten Verbesserungen zu erzielen.» Er werde sich auf jeden Fall dafür einsetzen, dass der Radweg möglichst schnell realisiert wird.

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