Freiwilligenarbeit

Der Kanton unterstützt Freiwilligenarbeit

"Das Geld sollte nun für rund fünf Jahre reichen", sagt Regula Müller, Geschäftsführerin von Benevol Baselland.

Benevol

"Das Geld sollte nun für rund fünf Jahre reichen", sagt Regula Müller, Geschäftsführerin von Benevol Baselland.

Die Fachstelle für Freiwilligenarbeit Benevol Baselland kann aufatmen. Der Kanton hat ihr eine weitere Anschubfinanzierung aus dem Lotteriefonds gewährt. Mit diesem Geld sollte der Verein die nächsten vier Jahre auskommen.

Alessandra Paone

Die Zukunft von Benevol Baselland ist gesichert - zumindest mittelfristig. Der Kanton hat der kantonalen Fachstelle für Freiwilligenarbeit noch einmal eine Anschubfinanzierung gewährt. Für die nächsten vier Jahre erhält der Verein nun also 30 000 Franken pro Jahr. «Wenn wir haushälterisch umgehen mit dem Geld, sollte es rund fünf Jahre reichen», sagt Regula Müller. Die Geschäftsführerin von Benevol Baselland freut sich ausserdem, dass der Kanton «die Freiwilligenarbeit ernst nimmt».

Benevol Baselland kann nun zwar aufatmen, doch vom Tisch ist das finanzielle Problem deswegen noch lange nicht. Denn vier Jahre vergehen schnell. Dessen ist sich Müller sehr wohl bewusst: Die «Verschnaufpause» diene nun dazu, nach Wegen für eine längerfristige und sichere Finanzierung zu suchen. Eine Möglichkeit sei, das Geldproblem des Vereins durch einen Leistungsauftrag des Kantons zu beheben. «Dies wäre die beste Lösung», betont Müller.

Benevol einer Organisation angliedern

Auch kann sich die Geschäftsführerin vorstellen, Benevol einer grösseren Organisation anzugliedern oder auch nur von dieser gesponsert zu werden. Fest steht jedenfalls, dass die Beiträge der Kollektivmitglieder nicht erhöht werden. Dies wurde am Donnerstag an der Generalversammlung des Vereins beschlossen.

Die Fachstelle hatte bei der Gründung im Jahr 2005 eine Anschubfinanzierung von 180 000 Franken - also 60 000 Franken pro Jahr - aus dem Lotteriefonds erhalten (die bz berichtete). Diese lief jedoch Ende letzten Jahres aus, und Benevol war gezwungen, erneut nach finanziellen Mitteln zu suchen. Dank eines Gesprächs im Dezember 2008 zwischen der Vorstandspräsidentin Regula Gysin und der Regierungsrätin Sabine Pegoraro sowie eines schriftlichen Gesuchs mit ausführlicher Standortbestimmung, erhielt Benevol eine weitere Anschubfinanzierung aus dem Lotteriefonds.

Sprachtraining für Migranten

Da die Fachstelle mit dem ihr zur Verfügung stehenden Geld nicht einfach nach Belieben schalten und walten kann, steht auch nicht unbedingt ein Ausbau des Angebots im Vordergrund. Doch grössere Projekte mit Mitgliedern sollen auch weiterhin möglich sein. So arbeitet Benevol Baselland zurzeit mit dem Baselbieter Ausländerdienst zusammen. Letzterer bietet Deutschkurse für Migrantinnen und Migranten an. Nach dem Kursbesuch sollen die Absolventen nun die Möglichkeit erhalten, die Sprache zu «trainieren». Deshalb haben sie Anrecht auf einen Freiwilligen, der sich während zehn Lektionen à zwei Stunden mit ihnen auf Deutsch unterhält. «Wir alle wissen, wie schnell eine Fremdsprache vergessen geht, wenn wir sie nicht im Alltag anwenden können», sagt Müller. Der Einführungstag dieses Angebots war am 25. April.

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