Schulraum Birrhard
Der Gemeinderat lenkt ein

Zu wenig Schulräume in Birrhard: Der Protest der Eltern wirkte bei den Behörden.

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Kinder an der Schule Birrhard

Kinder an der Schule Birrhard

Aargauer Zeitung

Maja Sommerhalder

In Schulraum investieren lohnt sich Kommentar von Maja Sommerhalder Der Protest der Eltern hat gewirkt, und das ist gut so. Gut ist auch, dass der Gemeinderat Wille zeigt, wenn auch etwas spät. Schon seit Monaten wird in Birrhard um zusätzlichen Schulraum gestritten. Doch bisher fand der Gemeinderat kein Gehör für die Probleme von Schulleitung und Schulpflege. «Warum sollte man in zusätzlichen Schulraum investieren, wenn die Schülerzahl längerfristig sowieso sinkt? Die Zukunft der Schule ist ungewiss», sagte die Exekutive.  Fakt ist aber, dass in den nächsten Jahren mehr Kinder die Schule besuchen werden. Und diesen Schülerinnen und Schülern wird es an Platz fehlen. Schon heute werken die Kinder in einem Luftschutzkeller. Dieser hat keine Fenster und ist für den Unterricht nicht geeignet. Auch wenn die Zukunft der Schule ungewiss ist, sollte man trotzdem in neue Schulräume investieren. Schliesslich geht es um das Wohl der jetzigen Schülergeneration. Denn eine gute Bildung ist die beste Investition in die Zukunft eines Dorfes. maja.sommerhalder@azag.ch

In Schulraum investieren lohnt sich Kommentar von Maja Sommerhalder Der Protest der Eltern hat gewirkt, und das ist gut so. Gut ist auch, dass der Gemeinderat Wille zeigt, wenn auch etwas spät. Schon seit Monaten wird in Birrhard um zusätzlichen Schulraum gestritten. Doch bisher fand der Gemeinderat kein Gehör für die Probleme von Schulleitung und Schulpflege. «Warum sollte man in zusätzlichen Schulraum investieren, wenn die Schülerzahl längerfristig sowieso sinkt? Die Zukunft der Schule ist ungewiss», sagte die Exekutive. Fakt ist aber, dass in den nächsten Jahren mehr Kinder die Schule besuchen werden. Und diesen Schülerinnen und Schülern wird es an Platz fehlen. Schon heute werken die Kinder in einem Luftschutzkeller. Dieser hat keine Fenster und ist für den Unterricht nicht geeignet. Auch wenn die Zukunft der Schule ungewiss ist, sollte man trotzdem in neue Schulräume investieren. Schliesslich geht es um das Wohl der jetzigen Schülergeneration. Denn eine gute Bildung ist die beste Investition in die Zukunft eines Dorfes. maja.sommerhalder@azag.ch

Aargauer Zeitung

Nach den Sommerferien wird in Birrhard der Schulraum knapp, da zehn Kinder mehr die Schule besuchen werden. Birreter Schulkinder und Lehrpersonen können jetzt aber auf zusätzlichen Schulraum in einem Pavillon auf dem Pausenplatz hoffen. Allerdings muss jemand aus der Bevölkerung an der nächsten Gmeind vom 5. Juni den entsprechenden Antrag stellen. «Wenn ein Antrag gestellt und angenommen wird, werden wir alles daran setzen, um zusätzlichen Schulraum zu erstellen», so der Birreter Gemeindeammann Kurt Huber.

Das heisst aber nicht, dass den Stimmbürgern schon an der Gmeind vom 5. Juni ein Kreditantrag vorgelegt wird. «Wir brauchen etwas Zeit, um alle Abklärungen zu treffen», sagt Huber. Allzu lange will die Exekutive aber nicht warten. Mitte August soll der Bevölkerung an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung ein Kreditantrag unterbreitet werden. Gibt die Gmeind grünes Licht, sollen die Kinder die neuen Klassenzimmer im September beziehen können. Huber rechnet damit, dass ein neuer Pavillon mindestens 200 000 Franken kosten wird: «Wir suchen auch nach einem gebrauchten Pavillon.»

«Investition lohnt sich nicht»

Die Schulleitung und die Schulpflege beantragten schon vor vielen Monaten einen Kredit. Der Gemeinderat lehnte dies jedoch ab: «Eine Investition lohnt sich nicht, da die Schülerzahl nur kurzfristig steigt. Voraussichtlich werden in sechs Jahren nur noch 15 Kinder die Schule besuchen. Damit ist die Zukunft der Schule ungewiss», sagte Ursula Berger-Bolliger in der AZ vom 13. Mai. Der Gemeinderat ist deshalb der Meinung, dass die Schule auch ohne zusätzliche Schulzimmer in guter Qualität geführt werden kann.

Schulleiter Stephen Nutter ist nicht dieser Meinung. «Das Bildungsdepartement hat nach den Sommerferien mehr Lektionen zugeteilt. Es ist unmöglich, den Schulalltag mit zwei Klassenzimmern und einem Mehrzweckraum zu bewältigen», sagte er in der AZ vom 13. Mai.

Die Eltern zeigten Verständnis für das Anliegen der Schule, als sie vor zwei Wochen an einem Elternabend über das Schulraumproblem informiert wurden. Sie sammelten daraufhin 120 Unterschriften in der Bevölkerung und gaben diese kurz nach dem Elternabend dem Gemeinderat ab. So wollten sie die Exekutive dazu bewegen, dass sie die Bevölkerung an der Gmeind vom 5. Juni über einen Kredit für einen Pavillon abstimmen lassen. Am Montag letzter Woche suchte der Gemeinderat deshalb eine neue Lösung.

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