Der Flughafen lässt sich prüfen
Der Flughafen lässt sich prüfen

Wie nimmt der Flughafen Einfluss auf die Umwelt? Am EuroAirport Basel-Mulhouse soll im kommenden Herbst eine viermonatige Umweltanalyse stattfinden

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Vier Monate lang wird der EuroAirport auf das Zusammenspiel mit seiner Umgebung analysiert. Die Studie soll im September starten, ihre Resultate werden auf Ende Jahr erwartet. Dazu suchen die Verantwortlichen des Flughafens Basel-Mulhouse eine spezialisierte Firma und haben neulich den Auftrag im Kantonsblatt Basel-Stadt ausgeschrieben.

Wie steht es mit dem Wasserverbrauch, der Energie, dem Lärm, dem CO2-Ausstoss? «In einem ersten Schritt wollen wir feststellen, wie der Flughafen auf die Umwelt Einfluss nimmt», sagt Désiré Heinimann, Leiterin Entwicklung und Raumordnung am EuroAirport. Zu den Arbeiten, die der Flughafen bereits zum Thema Fluglärm ausübt, wird sich die Studie ergänzend verhalten. «Die Analyse fokussiert nicht auf den Fluglärm, der uns als wichtiges Problem schon bekannt ist», sagt Mediensprecherin Vivienne Gaskell. Die Ergebnisse der Analyse werden den Verantwortlichen aufzeigen, was sie sonst besonders beobachten können.

Schützen mit System

Um dies zu erarbeiten, wird die betraute Firma zuerst die Tätigkeiten des Flughafens, die Auswirkungen auf seine Umgebung haben, eruieren. Sind diese Umweltaspekte einmal bekannt, folgt der zweite Teil: Die Untersucher sollen dem Flughafen ausführliche Normen unterbreiten, um allfällige Probleme zu beseitigen. Wie teuer die Analyse sein wird, ist noch nicht bekannt. Die Kosten würden während des Auswahlverfahrens festgelegt und von den Angeboten abhängen, erklärt Gaskell.

Wieso sich der Flughafen freiwillig dieser Prüfung unterzieht, beantwortet Heinimann so: «Das zeigt, dass sich der Flughafen um seine Umwelt kümmert und versucht, sie zu schützen.» Umweltanalysen sind für Flughäfen nichts Neues. Viele wie zum Beispiel Zürich oder Strassburg haben sie bereits durchgeführt. Die Problemzonen seien aber nicht überall die gleichen, sagt Désiré Heinimann. Die Umwelt jedes Flughafens sei unterschiedlich sensibel. Beim Dreiländerflughafen auf elsässischem Boden sei besonders der Grundwasserschutz zu beachten.