Zuvor waren die St. Galler Ständeratspräsidentin Keller-Sutter, der Nidwaldner Ständerat Wicki und der Schaffhauser Regierungsrat Amsler von einer parteiinternen Prüfungskommission auf Herz und Nieren geprüft worden.

Der Mediziner und alt Ständerat Felix Gutzwiller war für den medizinischen Teil zuständig. Die Urner Anwältin und ehemalige FDP-Fraktionschefin Gabi Huber suchte zusammen mit Gutzwiller und Nationalrat Philippe Bauer (NE) nach dunklen Flecken im Werdegang der Kandidatin und der beiden Kandidaten.

Diese Untersuchung hat diesmal besonderes Gewicht. Letztes Jahr hatte die FDP den Genfer Staatsrat Pierre Maudet ins Rennen um einen Bundesratssitz geschickt. Heute ist Maudet wegen des Verdachts der Vorteilsnahme im Visier der Justiz.

Weder bei Keller-Sutter noch bei Amsler oder Wicki hat die Prüfungskommission einen Hinderungsgrund gefunden. Sie alle erfüllen das Anforderungsprofil für die Nachfolge in den Bundesrat, heisst es in einer Mitteilung des FDP-Vorstands. Was genau geprüft wurde, hat das Gremium nicht erfahren.

Die Fraktion entscheidet am nächsten Freitag, wen sie aufs Ticket für die Nachfolge von Bundesrat Johann Schneider-Ammann setzt. In den folgenden Wochen finden die Hearings in den anderen Fraktionen statt. Die Bundesratswahlen finden am 5. Dezember statt. An dem Tag wird auch die Nachfolgerin oder der Nachfolger von Bundesrätin Doris Leuthard gewählt.