Affäre Hirschmann
Der etwa auch? Carl Hirschmann leidet angeblich an ADHS

Der Anwalt von Carl HIrschmann plädiert auf verminderter Schuldfähigkeit. Er macht geltend, dass sein Mandant wegen ADHS an nicht vollumfänglich schuldfähig ist. Zudem will er die Strafe von zwei Jahren zur Bewährung zu verhängen.

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Der Fall Hirschmann

Der Fall Hirschmann

Keystone

Der Anwalt von Carl Hirschmann hat am Dienstag vor dem Zürcher Obergericht beantragt, sein Mandant nur mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen. Diese Strafe sei mit einer Probezeit von zwei Jahren zur Bewährung zu verhängen.

Sein Mandant sei wegen seiner ADHS nur vermindert schuldfähig, sagte Christoph Hohler über den Millionärserben. Mehrere private Gutachten bestätigten dies. Das amtliche Gutachten hingegen, das am Dienstagmorgen erläutert wurde, attestierte Hirschmann zwar ebenfalls ADHS-Symptome, beurteilt ihn aber als voll schuldfähig.

Staatsanwaltschaft: 42 Monate ohne Bewährung

Der Staatsanwalt forderte für Hirschmann eine Freiheitsstrafe von 42 Monaten ohne Bewährung. Das Gericht hatte am Vormittag fälschlicherweise erwähnt, dass der Staatsanwalt eine Strafe von 45 Monaten fordern werde. Im erstinstanzlichen Prozess hatte der Staatsanwalt noch 48 Monate Freiheitsstrafe gefordert.

Die Reduktion auf 42 Monate rührt daher, dass Hirschmann einige Vorwürfe mittlerweile gestand, etwa dass er eine Frau auf einer Toilette zum Oralsex zwang. Hirschmann wurde vom Bezirksgericht zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 33 Monaten bestraft. Der Berufungsprozess dauert noch bis am späten Abend an. Das Urteil dürfte am (morgigen) Mittwoch gefällt werden.

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