Pensionskassen

Der Bundesrat kürzt uns die Renten

Versicherte müssen sich mit dem Entscheid erneut auf tiefere Renten einstellen. (Symbolbild)

Versicherte müssen sich mit dem Entscheid erneut auf tiefere Renten einstellen. (Symbolbild)

Der Mindestzinssatz in der beruflichen Vorsorge sinkt 2017 von heute 1,25 auf 1 Prozent. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Empfehlung der zuständigen Kommission übernommen.

Mit dem Mindestzinssatz wird bestimmt, zu welchem Satz das Vorsorgeguthaben der Versicherten mindestens verzinst werden muss. In der Eidg. Kommission für berufliche Vorsorge waren Vorschläge von 0,5 bis 1,25 Prozent diskutiert worden. Sie einigte sich schliesslich auf 1 Prozent.

Angesichts der aktuellen Negativverzinsung von Obligationen guter Qualität sei ein Zinssatz von 1 Prozent vergleichsweise attraktiv, argumentierte sie. Entscheidend für die Festlegung des Satzes ist die Rendite der Bundesobligationen sowie zusätzlich der Aktien, Anleihen und Liegenschaften.

Bei der Bekanntgabe des Vorschlags der Kommission Anfang September hatte der Schweizerische Versicherungsverband SVV die Empfehlung von 1 Prozent als "deutlich zu hoch" kritisiert. Kritik kam auch vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund: Versicherten müssten sich erneut auf tiefere Renten einstellen, hiess es im September.

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