Affäre Mörgeli

Der Beweis: So schlecht hat Mörgeli seine Arbeit gemacht

Mörgeli und medizinhistorisches Museum

Mörgeli und medizinhistorisches Museum

Der Objektsammlung des Medizinhistorischen Instituts und Museums gehe es nicht gut, die Dauerausstellung des Museums sei fehlerhaft und museologisch überholt. Solche Vorwürfe sind dem nun publizierten Akademischen Bericht 2011 zu entnehmen.

Die Vorwürfe richten sich an Kurator Christoph Mörgeli, auch wenn er im Bericht nicht namentlich genannt wird. Akademische Berichte sind gemäss Uni-Rektor Andreas Fischer «Rechenschaftsablagen».

Verantwortlich für den Bericht ist der Institutsdirektor, Professor Flurin Condrau. Er ist Mörgelis Vorgesetzter und hat am 11. Februar 2011 sein Amt angetreten.

Im 30-seitigen Bericht steht unter anderem: «Die Objektsammlung wurde seit Jahren nicht professionell betreut. Mehrere zehntausend unkatalogisierte Objekte verstauben in offenen Regalen.» Eine Sammlungsstrategie oder ein Konservierungskonzept existierten nicht, heisst es weiter.

Seit 22 Jahren nicht aufgwertet

Die in den 1980er Jahren kuratierte Dauerausstellung, die 75 Prozent der Museumsfläche einnimmt, sei seit 22 Jahren «praktisch unverändert und damit inhaltlich und museologisch überholt». Das Museum stelle für die wissenschaftliche Medizingeschichte in Zürich eine grosse Belastung dar, heisst es weiter.

Der Direktion dränge sich der Eindruck auf, dass die in der Schweiz gut vorangekommene Professionalisierung der Museumsarbeit bisher am Medizinhistorischen Museum vorbeigegangen sei.

«Wir können nicht von einer wissenschaftlichen Sammlung ausgehen und stehen vor schwierigen Entscheidungen», heisst es im Bericht. Dabei geht es auch ganz konkret darum, «ethischen, rechtlichen und wissenschaftspolitischen Schaden vom Institut, der Fakultät und letztlich auch der Universität fernzuhalten». (sda)

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