Langenthal

Der Bären lebt und geht neue Wege

Angestiegen: Heuer heirateten im Bären mehr Paare als vergangenes Jahr. (Bild: M. Tomazzoli Huber)

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Angestiegen: Heuer heirateten im Bären mehr Paare als vergangenes Jahr. (Bild: M. Tomazzoli Huber)

Ein happiger Verlust von 146 000 Franken, aber trotzdem keine unzufriedenen Gesichter: Die Generalversammlung der Bären Langenthal AG verbreitet einen kollektiven Optimismus.

Michael Herzig

Die 88. ordentliche Generalversammlung der Bären Langenthal AG brachte erwartungsgemäss ein ernüchterndes, aber keineswegs ein frustrierendes Ergebnis hervor. Zwar musste Verwaltungsratspräsident Thomas Rufener den Anwesenden - 66,4 Prozent aller Aktionärsstimmen waren vertreten - einen Verlust von 146 000 Franken präsentieren. Er konnte die roten Zahlen aber mit verschiedenen Ereignissen begründen: «Die tiefgreifenden globalen Veränderungen der wirtschaftlichen Verhältnisse sind auch an der Bären Langenthal AG nicht spurlos vorbeigegangen», nannte er einen Hauptgrund des Negativtrends.

Sanierung ist abgeschlossen

Im ersten Halbjahr 2008/09 konnte gar noch ein Umsatzplus von fünf Prozent erzielt werden, im zweiten Halbjahr resultierte jedoch ein Rückgang von zehn Prozent. «Betroffen war vor allem das Logement. Der Gastrobereich konnte fast auf dem Vorjahresniveau gehalten werden», konstatierte Rufener. Im Gesamtergebnis ist der Betriebsertrag um 2,5 Prozent tiefer ausgefallen als im Vorjahr.

Die weiteren Komponenten, die das Ergebnis negativ beeinflusst haben, sind der zweite Teil der Zimmersanierung sowie die Anschaffung von verschiedenen neuen Einrichtungen und Anlagen (etwa für den Blitz- und Brandschutz). Mit Stolz verkündete Rufener, dass die Bären-Zimmer jetzt einem modernen und funktionalen Standard entsprächen. «In naher Zukunft stehen nun keine grösseren Investitionen mehr an, was sich auf kommende Geschäftsergebnisse positiv auswirken dürfte.» Die ausserordentlichen Aufwendungen konnten im Übrigen alle mit eigenen Mitteln, die sich das Unternehmen in den letzten Jahren zur Seite gelegt hatte, finanziert werden. Rufeners Ausführungen schienen auf die Aktionäre positiv zu wirken. Der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung wurden ohne Gegenstimme genehmigt und dem ganzen Verwaltungsrat wurde für ein weiteres Amtsjahr das Vertrauen ausgesprochen.

Marketing gezielt verschärft

«Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, nicht stehen zu bleiben und den Blick nach vorne zu richten», sagte der Verwaltungsratspräsident. Die Bären Langenthal AG sei denn auch daran, die eigene Unternehmung stets weiterzuentwickeln und das Angebot möglichst den Bedürfnissen der Kunden anzupassen. Die Internetpräsenz nähme zunehmend eine wichtigere Rolle ein. Und auch im Marketing seien in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen unternommen worden, um den Geschäftsbetrieb zu optimieren.

«Wir hatten dieses Jahr deutlich mehr Hochzeiten im Bären, unsere Bemühungen tragen bereits erste Früchte», sagte Rufener erfreut. Eine grundlegende Änderung der eingeschlagenen Strategie gäbe es allerdings nicht, die traditionellen Grundwerte sollen weitergeführt werden: «Wir wollen weiterhin ein qualitativ hochwertiges Unternehmen bleiben, das ein Kundensegment von Jung bis Alt anspricht.»

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