Der Aargau feiert seine Doris
Der Aargau feiert seine Doris

Der Aargau ist stolz auf seine Bundespräsidentin. Doris Leuthard wurde am Donnerstag ein feierlicher Empfang bereitet.

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Der Aargau empfängt die Bundespräsidentin
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Doris Leuthard in Merenschwand
Doris Leuthard in Aarau
Doris Leuthard in Aarau
Doris Leuthard wird in Aarau empfangen
Doris Leuthard wird in Aarau empfangen
Doris Leuthard wird in Aarau empfangen
Doris Leuthard in Murgenthal
Doris Leuthard in Murgenthal
Bundesratspräsidentin Doris Leuthard wird in Murgenthal empfangen
Doris Leuthard in Murgenthal
Doris Leuthard in Murgenthal

Der Aargau empfängt die Bundespräsidentin

Keystone

Urs Moser

In schlichtem Grau, als wolle sie nicht auffallen, präsentierte sich Bundespräsidentin Doris Leuthard auf ihrer Tour d'Argovie dem Volk. Mit schwarz gefärbtem Haar, als wolle sie die Zusammengehörigkeit mit Pascale Bruderer unterstreichen, die eine Woche zuvor als Nationalratspräsidentin gefeiert wurde.

Murgenthal bereitet sich auf Doris Leuthard vor In Murgenthal bereitet man sich auf den Empfang der neuen Bundespräsidentin vor. Die Bevölkerung freut sich auf das Eintreffen von Doris Leuthard. Der Stimmungsbericht von Radio Argovia.

Murgenthal bereitet sich auf Doris Leuthard vor In Murgenthal bereitet man sich auf den Empfang der neuen Bundespräsidentin vor. Die Bevölkerung freut sich auf das Eintreffen von Doris Leuthard. Der Stimmungsbericht von Radio Argovia.

Kirchliche Feier

Die Murgenthaler, immerhin um die 300 sind gekommen, um Doris Leuthard zu empfangen, haben nicht viel vom gefeierten Gast. Der Zeitrahmen ist eng gesteckt, der Tross muss schnell weiterziehen, um die Kantonshauptstadt rechtzeitig zu erreichen. Der von der «Zugkraft Aargau» gezogene Sonderzug fährt auf dem rechtzeitig zur Feier in Betrieb

Doris Leuthard wird gefeiert wie ein Pop Star Am Donnerstag macht sich die neu gewählte Bundespräsidentin auf den Weg in ihren Heimatkanton Aargau. In Murgenthal erwartet sie ein grosses Empfangskomitee. Auch in anderen Teilen des Kantons wird sie fürstlich empfangen. Mehr Eindrücke sehen Sie im Beitrag auf Tele M1.

Doris Leuthard wird gefeiert wie ein Pop Star Am Donnerstag macht sich die neu gewählte Bundespräsidentin auf den Weg in ihren Heimatkanton Aargau. In Murgenthal erwartet sie ein grosses Empfangskomitee. Auch in anderen Teilen des Kantons wird sie fürstlich empfangen. Mehr Eindrücke sehen Sie im Beitrag auf Tele M1.

Das gibt der Feier, noch unterstrichen durch die sakrale Musik des Ensembles Peregrina, einen etwas sehr andächtigen Rahmen. Die Bundespräsidentin hat es offenbar so gewollt, sie hat den Ort persönlich ausgesucht. Und feuriger geht es ja dann am Abend in Merenschwand mit Flamencos en Route zu. Landammann Roland Brogli, Stadtammann Marcel Guignard und ausserhalb des angekündigten Programms CVP-Präsident Christophe Darbellay würdigen in Aarau die Bundespräsidentin. Sieben Tage in der Woche 24 Stunden am Tag werde sie sich einsetzen, um dem in sie gesetzten Vertrauen gerecht zu werden, verspricht Doris Leuthard. Und windet allen voran ihrem in jüngster Zeit viel gescholtenen Amtsvorgänger Hans Rudolf Merz ein Kränzchen:

Jeder Börsenmakler würde ob dem Gewinn vor Neid erblassen, den die Eidgenossenschaft aus dem viel kritisierten UBS-Engagement gezogen habe. Die rund 450-köpfige Gästeschar erhebt sich zum Singen der Landeshymne, bevor Doris Leuthard zu dem kommt, was ihr an diesem Tag am wichtigsten ist: dem Kontakt zur Bevölkerung. Ein Küsschen hier, ein paar nette Worte da, aber dann muss der Tross schon bald wieder weiterziehen.

Zu Tränen gerührt

In ihrem Wohnort Merenschwand wird der Bundespräsidentin ein herzlicher Empfang bereitet. Der Schulhausplatz ist voll, der Musikverein spielt selbstverständlich den zur Wahl in den Bundesrat komponierten Doris-Leuthard-Marsch. Sie solle spüren, dass das ganze Dorf, das ganze Freiamt voll hinter seiner prominenten Mitbürgerin steht, sagt Gemeindeammann Karl Suter, und die Dritt- bis Fünftklässler haben zur Titelmelodie von Pippi Langstrumpf gedichtet: Hei Doris Leuthard, im höchsten Amt in Bern.

Eine Powerfrau, kreativ und superschlau. Hier in ihrer Heimat, wo sie sich als Präsidentin des Damenturnvereins zum ersten Mal in einer Führungsrolle geübt hat, überkommt es die Bundespräsidentin. Sie kann die Tränen kaum zurückhalten, als sie ihren Mitbürgern ans Herz legt: Ich zähle auf euch, dass ihr mich hier nicht als Bundespräsidentin willkommen heisst, sondern als die Doris, die ich bleibe. Das wünscht sich auch der noch amtierende Bundespräsident Hans Rudolf Merz. Doris möge in heiterer Gelassenheit bleiben, gibt er ihr als Rat mit auf den Weg, «meine Unterstützung hast du dabei».