Uitikon
Den Vorjahren sei ein grosser Dank gesprochen

Die Rechnungen 2008 von Politischer Gemeinde und Schulgemeinde Uitikon schliessen teils massiv besser ab als budgetiert. Vornehmlich ausserordentliche Steuereinnahmen aus früheren Jahren sowie weniger Finanzausgleich sind dafür verantwortlich.

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Limmattaler Zeitung

Flavio Fuoli

Um 2,125 Millionen Franken schloss die Rechnung 2008 der Politischen Gemeinde besser ab als budgetiert. Der Voranschlag sah einen Aufwandüberschuss von 1,666 Millionen Franken vor, die Rechnung schloss jedoch mit einem Ertragsüberschuss von 458 000 Franken. Und dies bei einem Gesamtaufwand von 33,767 Millionen Franken und einem Gesamtertrag von 34,225 Millionen.
Im wesentlich sei dieser erfreuliche Abschluss auf ausserordentliche Steuereinnahmen aus früheren Perioden und einem Minderaufwand beim Finanzausgleich zurückzuführen, schreibt der Gemeinderat in der Weisung zur Gemeindeversammlung, die am 26. Mai stattfindet.

Geldsegen aus früheren Jahren

Der ordentliche 1-prozentige Staatssteuerertrag verfehlte allerdings die Vorgabe, wenn auch nur knapp. Er betrug 315 000 Franken statt der budgetierten 319 000 Franken. Es seien die Steuerjahre vor 2008, welche zum unerwarteten Geldsegen von 2,5 Millionen Franken führten. Davon seien allerdings eine Million Franken durch höhere passive Steuerausscheidungen wieder kompensiert worden, teilt der Gemeinderat mit.

Zu einer Haushaltsentlastung habe auch eine nicht notwendig gewordene Rechnungsabgrenzung beim Finanzausgleich in der Höhe von 800 000 Franken geführt. Der kantonale Beitrag an den Finanzausgleich war im Voranschlag mit 14,8 Millionen vorgesehen. Effektiv betrug der Betrag 16,1 Millionen. Mit der Auflösung einer Rückstellung aus dem Jahr 2007 von 2,1 Millionen Franken reduzierte sich der effektive Wert auf 14 Millionen Franken.

Den Mahnfinger hält der Gemeinderat trotz guten Ergebnis hoch: Die Bereiche Gesundheit wegen der Spitäler sowie Soziale Wohlfahrt wegen Zusatzleistungen zur AHV/IV hätten zu einer Ergebnisverschlechterung um 500 000 Franken geführt.
Das Eigenkapital beträgt neu knapp 30 Millionen Franken. Und dies bei einer Bilanzsumme von 49,78 Millionen Franken.

Auch die Schule profitierte

Auch die Rechnung 2008 der Schule schloss besser ab als budgetiert. Vorgesehen war ein Ertragsüberschuss von 171 200 Franken, realisiert wurde aber ein solcher von 827 276 Franken, womit die Rechnung um 656 076 Franken besser abschloss. Der Gesamtaufwand beläuft sich auf 7,082 Millionen Franken, der Gesamtertrag auf 7,910 Millionen.

Der Aufwand ist gegenüber dem Voranschlag um rund 100 000 Franken vermindert, gegenüber der Rechnung Vorjahr allerdings um 248 000 Franken erhöht, was rund 3,6 Prozent ausmacht. Bei den ordentlichen Steuern im Rechnungsjahr schloss der Ertrag gegenüber dem Voranschlag um rund 70 000 Franken (1 Prozent) tiefer und entsprach den Erträgen des Vorjahrs, wie die Schulpflege in ihrer Weisung festhält. Allerdings seien die Erträge aus ordentlichen Steuern früherer Jahre mit 1,754 Millionen und rund 800 000 Franken höher ausgefallen als budgetiert.

Die schuldenfreie Finanzlage der Schulgemeinde werde durch das positive Resultat des Rechnungsjahrs 2008 weiter gestärkt. Sie zeichne sich durch hohe Liquidität sowie einem Eigenkapital von 10,3 Millionen Franken durch eine solide Finanzierungskapazität aus, ist die Schulpflege der Ansicht.