Affäre Gadaffi

Demonstration für in Libyen festgehaltene Schweizer in Genf

Demonstranten machen Druck gegen Libyen

Demonstranten machen Druck gegen Libyen

Rund dreissig Personen haben in Genf für zwei in Libyen festgehaltene Schweizer demonstriert. Sie wollten damit ihre Unterstützung für die Beiden zeigen, die Libyen seit mehr als neun Monaten nicht verlassen dürfen.

Der Bruder eines der beiden Schweizer forderte von Bundespräsident Hans-Rudolf Merz eine aktivere Haltung. "Um eine Lösung zu erzielen, sollte von Chef zu Chef gesprochen werden", erklärte er gegenüber der Nachrichtenagentur SDA.

Das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) habe grosse Anstrengungen unternommen, um die beiden Schweizer frei zu bekommen. Es müsse aber noch mehr geschehen.

Die beiden Schweizer waren am 19. Juli 2008 in Haft genommen worden. Sie wurden zehn Tage später wieder freigelassen, dürfen aber das Land nicht verlassen.

Ihre Verhaftung erfolgte vier Tage nachdem Hannibal, ein Sohn von Staatschef Muammar al Gaddafi, und dessen hochschwangere Ehefrau Mitte Juli in Genf verhaftet worden waren. Sie sollen in ihrer Residenz in einem Genfer Nobelhotel zwei Hausangestellte misshandelt haben.

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