Schweiz

Dem Kupfer soll es an den Kragen gehen: Fenaco kooperiert mit Forschungsinstitut

Das Fibl-Gelände mit neuem Gewächshaus.

Das Fibl-Gelände mit neuem Gewächshaus.

Bei der Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten spielt Kupfer heute eine grosse Rolle. Um dies zu reduzieren, lancieren die Fenaco und das Forschungsinstitut für biologischen Landbau ein gemeinsames Projekt.

(mg) Die Nachfrage nach «qualitativ hochwertigen, gesunden und umweltschonend» produzierten Lebensmitteln steige in der Schweiz, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung der Agrargenossenschaft Fenaco und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl). Diesen veränderten Anforderungen wollen die Schweizer Landwirtinnen und Landwirte gerecht werden. Dabei benötige es auch neue Lösungsansätze, wie es in der Mitteilung vom Dienstag weiter heisst. Aus diesem Grund gehen das Fibl und die Fenaco eine «strategische Partnerschaft» ein. Ziel sei es, gemeinsam marktfähige Lösungen für einen nachhaltigen Pflanzenschutz zu entwickeln. Die Fenaco unterstützt die Forschungskooperation mit einem jährlichen Beitrag von 150'000 Franken.

Als erstes gemeinsames Projekt wurde die Einführung eines Ersatzprodukt für Kupfer benannt. «Kupfer spielt heute in der Landwirtschaft bei der Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten eine grosse Rolle», heisst es in der Mitteilung. Gleichzeitig stehe der Einsatz aber in der Kritik, da dieser negative Auswirkungen auf Mikroorganismen haben könne. Das Fibl forscht diesbezüglich bereits seit mehreren Jahren.

«Um ein Pflanzenschutzmittel auf dieser Basis zur Marktreife zu bringen, sind nun zahlreiche weitere Abklärungen in Bezug auf die Produktion, die Produktzulassung und die Vermarktung notwendig», schreiben das Fibl und die Fenaco. Die Markteinführung eines Kupfer-Ersatzprodukts, welches voraussichtlich gegen den falschen Mehltau bei Reben und weitere Pflanzenkrankheiten eingesetzt werden könne, sei frühestens 2025 geplant.

Meistgesehen

Artboard 1