UNO-Generalversammlung

Deiss fördert besseren Austausch zwischen UNO und G20

Joseph Deiss (Archiv)

Joseph Deiss (Archiv)

Alt Bundesrat Joseph Deiss macht als Präsident der UNO-Generalsversammlung ernst mit seiner Ankündigung, die Zusammenarbeit zwischen der UNO und den G20-Ländern zu verbessern. Er berief am Freitag eine informelle Diskussion über die Agenda des kommenden G20-Gipfels ein.

Südkorea informierte dabei als Präsidentin der G20 und Gastgeberin des Gipfels am 11. und 12. November in Seoul die UNO-Generalsversammlung über das Programm. Im Zentrum stünden die Förderung der Entwicklungshilfe, die Stabilisierung der Weltwirtschaft und die Entschärfung der Währungsspannungen, hiess es.

Aus den Voten der UNO-Mitglieder zu diesen Themen will UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der am Gipfel in seinem Heimatland teilnimmt, einen Brief verfassen, der an die G20-Staaten geht. Auch nach dem Gipfel will Deiss an der UNO ein Treffen der Generalversammlung mit den G20-Vertretern organisieren.

Deiss hatte wiederholt erklärt, dass für ihn die Stärkung der UNO als Ort der globalen Entscheidungsfindung ein zentraler Punkt seines Präsidialjahres sein werde.

Wenn die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer Länder (G20) Entscheide fälle, welche die ganze Welt betreffen, solle die UNO nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Deshalb wolle er die Zusammenarbeit zwischen der G20 und der UNO verbessern, hatte Deiss betont.

In seiner Funktion reist Deiss nächste Woche nach Japan. Er nimmt dort am Ministerialtreffen über die Artenvielfalt teil, trifft japanische Regierungsvertreter und besucht die im Zweiten Weltkrieg durch einen amerikanischen Atomangriff verwüstete Stadt Hiroshima.

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