"Die Benutzung des Hauspostsystems durch die GDL für Streikaufrufe war rechtswidrig", sagte der Bahn-Sprecher zur Begründung. Durch die Massenmails der GDL habe es Probleme beim hausinternen Mailserver gegeben.

Daraufhin sei entschieden worden, die E-Mails zu löschen. Der Bahn-Sprecher wollte keine Angaben dazu machen, wer diese Entscheidung getroffen hat.

Laut "Spiegel" hatten die Sonderermittler zur Aufklärung der Spitzel-Vorwürfe gegen den Konzern am Freitag im Bahn-Aufsichtsrat vom Löschen zweier Streikinformationsschriften berichtet. Dem Bericht zufolge wunderten sich die Funktionäre der GDL zwar, dass ihre Mails nie ankamen.

Richtig stutzig geworden seien sie jedoch erst Monate später nach dem Erscheinen der ersten Berichte über die Bahn-Spitzelaffäre. Daraufhin habe die GDL Bahn-Chef Hartmut Mehdorn zur Rede gestellt.

Der Korruptionsbeauftragte der Bahn, Wolfgang Schaupensteiner, habe damals versichert, dass zu keinem Zeitpunkt Funktionsträger der GDL ausgeforscht worden seien.