Affäre Hildebrand
Datendieb Reto T.*: «Das hat Hildebrand nicht verdient»

Der entlassene IT-Berater der Bank Sarasin, der die Affäre Hildebrand ins Rollen brachte, wendet sich per Mail an die Medien. «Ich habe das so nicht gewollt», schreibt Reto T.*

Merken
Drucken
Teilen
Reto T, ein Mitarbeiter der Bank Sarasin, gab vertrauliche Daten weiter (Symbolbild)

Reto T, ein Mitarbeiter der Bank Sarasin, gab vertrauliche Daten weiter (Symbolbild)

Keystone

«Ich habe mich ausdrücklich für eine Untersuchung eingesetzt und nicht für eine ‹Bestrafung›», schreibt Reto T.* in einem e-Mail. Er habe nie die Kontodaten an die Medien weitergeben wollen und auch die «unkontrollierbaren Ereignisse der letzten Woche» nicht gewollt. Er habe stattdessen versucht, diese «effektiv zu verhindern», zitiert «Blick» aus dem Schreiben.

In der Bank Sarasin habe nicht nur er alleine direkten Zugriff auf die Daten. «Sie wurden mit von anderen Leuten mitgeteilt», so Reto T.* Er lässt offen, ob noch andere Personen bei der Beschaffung der Dokumente beteiligt waren.

Abgang Hildebrands nicht gefordert

Es tue ihm leid, dass SNB-Präsident Philipp Hildebrand vorverurteilt wurde. «Das hat er nicht verdient.»

Reto T.* schreibt über Hildebrand: «Gegebenenfalls spekulierte er [mit Devisen].» Deswegen fordert er aber nicht den Abgang Hildebrands. «Vielleicht wäre ein etwas geläuterter (darf ich dem so sagen) Präsident eventuell das Beste, was wir haben können, fachlich ist er ja kompetent.» (ldu)