Davos

Das WEF geht zu Ende – was hats gebracht? Wirtschaftsredaktor Andreas Möckli zieht Bilanz

WEF 2019: Wirtschaftsredaktor Andreas Möckli zieht Bilanz

Die WEF-Bilanz von Andreas Möckli im Video.

Wirtschaftsredaktor Andreas Möckli hat diese Woche in Davos verbracht – und zieht im Video-Interview Bilanz: Hat man Trump vermisst? Wer hielt die beste Rede? Und wer hat enttäuscht?

«Es ist sicher nicht schlecht, dass die Mächtigen dieser Welt miteinander reden», sagt Andreas Möckli, Wirtschaftsredaktor bei CH Media, auf die Frage, ob die diesjährige Ausgabe des WEF überhaupt etwas gebracht hat. Er gibt aber zu bedenken: «Gleichzeitig hat man den Eindruck, dass sich die Leute auf den Podien nicht wahnsinnig weh tun – sie reden zwar über die drängenden Themen, aber es ist alles in Watte gepackt.»

Grosser Abwesender war Donald Trump. Hat man ihn vermisst? «Wenn man mit den Teilnehmern redet, hat man nicht den Eindruck. Sie waren eher froh, dass nicht wieder so ein grosser Trubel herrschte.»

Auf die Frage, wer am WEF die beste Rede gehalten hat, sagt Möckli klar: «Für mich war das Angela Merkel.» Am Fernsehen komme sie oft etwas «hölzern» daher, ihre Rede sei aber rhetorisch einwandfrei gewesen, mit einer klaren Botschaft.

Enttäuscht habe dagegen der Italienische Premier, Giuseppe Conte: «Keine inspirierte Rede, mehr ein Gejammer, Kritik an der EU, ohne dass man genau wusste, was jetzt die Botschaft ist.» 

Auch der brasilianische Präsident, Jair Bolsonaro, konnte den Wirtschaftsredaktor nicht überzeugen: «Der Werbespot für Brasilien war nicht wirklich inspirierend.» (kob)

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