Gemeindehausareal; Dorfzentrum
«Das Vorhaben ist finanzierbar»

Die rund 1400 Einwohner zählende Gemeinde Fischbach-Göslikon hat Grosses vor. In gut drei Jahren soll auf dem Gemeindehausareal ein Dorfzentrum eröffnet werden. Kostenpunkt: rund 9 Mio. Franken.

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13_dorfzentrum_fhe.jpg

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Aargauer Zeitung

Lukas Schumacher

Das geplante Dorzentrum ist fraglos ein grosser Wurf für die kleine Reusstalgemeinde. «Aber es ist finanzierbar», teilte Gemeindeammann Rainer Roten an einer Informationsveranstaltung den rund 80 Dorfbewohnern mit. Gemäss Kostenschätzung kommt die Realisierung des Wettbewerbssiegerprojekts auf rund 9 Millionen Franken zu stehen. Entworfen wurde das Siegerprojekt vom renommierten Architekturbüro Otto + Partner aus Rheinfelden.

Stattliche Infrastruktur-Bauten

Was wie viel Kostet

Hauptbrocken der Baukosten sind selbstredend die beiden Gebäude in Minergie-Bauweise. Das Gemeindehaus kommt auf rund 3,8 Mio. Franken zu stehen, das Wohn- und Geschäftshaus mit dem Laden auf gut 2,6 Millionen, wobei das Ladenlokal mit rund 800 000 Franken zu Buche schlägt. Für den Bau der Tiefgarage rechnet man mit nahezu einer Million Franken. Die weiteren Kosten: Anschlussgebühren und Nebenkosten 670 000 Franken, Ausstattung und Möblierung 350 000, Umgebung 240 000 und Vorbereitungsarbeiten 230 000 Franken. (sl)

In den zwei Obergeschossen dieses Wohn- und Geschäftshauses sind total acht Wohnungen geplant, je vier mit zweieinhalb und mit dreieinhalb Zimmern. Die acht rollstuhlgängigen Wohneinheiten will man dereinst in erster Linie als Alterswohnungen vermieten. Anders als ursprünglich geplant wird der Werkhof der Gemeinde nicht in die Dorfzentrumsüberbauung einbezogen.

Dies um die Wohnqualität nicht zu schmälern und auch aus Kostengründen. Abgebrochen werden soll das kleine, sanierungsfällige alte Gemeindehaus. Es war 1906 als Schulhaus von Fischbach-Göslikon gebaut worden, wobei man zugleich eine kleine Gemeindekanzlei mit Sitzungszimmer für den Gemeinderat und einen Archivraum eingebaut hatte. Fischbach-Göslikon hatte damals 390 Einwohner.

Zweite Hürde und «Fahrplan»

Nach dem klar durchgekommenen Wettbewerbskredit folgt an der Gemeindeversammlung vom 8. Juni die zweite Abstimmungshürde fürs Dorfzentrum. Die Projektierung im Betrag von 500 000 Franken steht auf dem Prüfstand. Auch diese Feinplanung samt exakter Kostenberechnung dürfte mehrheitlich Zustimmung finden. Bei einem Ja wird im nächsten Jahr, voraussichtlich an der Gemeindeversammlung im Mai/Juni 2010, über den Baukredit im Umfang von 9 Millionen Franken abgestimmt.

Grünes Licht vorausgesetzt, läuft die Bauerei dann im Jahr 2011 an. Bauzeit: eineinhalb Jahre. Im Verlauf des Jahres 2012 soll das Dorfzentrum fertig gestellt und eröffnet werden. Während des Bauens müss-te kein Provisorium für die Tätigkeit der Gemeindeverwaltung aufgestellt werden. Denn das alte Gemeindehaus wird erst dann abgerissen, wenn die Angestellten den Neubau beziehen können. Das Dorfzentrum soll im Minergie-Standard gebaut werden. Minergie verteuert zwar die Baukosten, wirkt sich aber vorteilhaft auf den Energieverbrauch aus.