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Das Unispital positioniert sich

Das Unispital hat seine Führungsstruktur modernisiert

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Das Unispital hat seine Führungsstruktur modernisiert

Mit Qualität und klaren universitären Schwerpunkten will das USB im Wettbewerb bestehen Qualitätssicherung steht beim Universitätsspital Basel (USB) hoch im Kurs. Im Jahr 2008 musste der Kanton Basel-Stadt einen Beitrag von 167,5 Millionen Franken leisten.

Von Markus Vogt

Die bevorstehende Neuorganisation der Hochspezialisierten Medizin in der Schweiz zwingt die Universitätskantone dazu, ihr Angebot gründlich zu überprüfen. Das Universitätsspital Basel setzt auf Qualitäts-Innovationen und organisatorisch-strukturelle Verbesserungen, um den sich verschärfenden Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Dies gaben Gesundheitsdirektor Carlo Conti, Spitaldirektor Werner Kübler und Prof. Alois Gratwohl, der Chefarzt für Hämatologie, gestern vor den Medien bekannt. So werden in Basel die klinik- und bereichsübergreifenden Behandlungszentren Bewegungsapparat, Lunge, Brust, Kopf-Hals und Stammzellentransplantation den neuen Herausforderungen des Wettbewerbs angepasst.

Führungsstruktur erneuert

Das Spital hat deswegen seine Führungsstruktur modernisiert, unter anderem im Bereich der Informations-Technologie, um die medizinischen Prozesse und die Patientenbehandlung optimal unterstützen zu können.

Gleichzeitig werden diejenigen Schwerpunkte des Universitätsspitals, die mit der klinischen Forschung der Medizinischen Fakultät der Uni Basel kompatibel sind, verstärkt. Ein Beispiel dafür ist der Schwerpunkt Immunologie an der Medizinischen Fakultät, zu dem am Unispital der Schwerpunkt Transplantationen (und da vor allem von Nieren und Stammzellen) gehört.

Qualität gross geschrieben

Der Wettbewerb unter den Spitälern verschärft sich auch wegen des neuen Bundesgesetzes über die Spitalfinanzierung (ab 2012). Insbesondere die Wahlfreiheit für allgemeinversicherte Patienten wird Bewegung in die Spitallandschaft bringen und zu einem stärkeren Qualitätsbewusstsein in der Bevölkerung führen.

Das Universitätsspital Basel misst deshalb dem Qualitätsmanagement seit einigen Jahren hohe Priorität zu. Qualitätsindikatoren wie diagnose- und prozedurbezogene Sterblichkeit, Komplikationsraten oder Aufenthaltsdauer werden definiert und mit anderen Kliniken ver-glichen (Benchmarking). Ab Ende 2009 wird das USB eine neu standardisierte Patientenbewertung der Spitalleistungen in den Qualitätsbericht einbeziehen.

Qualitätsindikatoren publiziert das USB seit 2007, diese vertrauensbildende Massnahme soll Transparenz schaffen. Das Unispital Zürich zieht nun nach und veröffentlicht erstmals Zahlen, die nach der gleichen Systematik erstellt wurden. Das bedeutet, dass die beiden Unispitäler reell verglichen werden können. Bern sei ebenfalls auf diesem Weg, und das Ziel sei es, alle Spitäler miteinander vergleichen zu können.

Abschluss wie im Vorjahr

Das Geschäftsjahr 2008 des USB schliesst mit einem Ertrag von 561,6 Millionen Franken ab (Vorjahr 531 Millionen). Dem steht ein Aufwand von 729,1 Millionen Franken gegenüber (Vorjahr 668,3 Millionen). In der Steigerung integriert sind 30,5 Millionen Franken an Mietkosten, die das USB erstmals an Immobilien Basel-Stadt abzuliefern hatte. Der Kanton Basel-Stadt muss-te schliesslich einen Deckungsbeitrag von 167,5 Millionen Franken leisten; ohne die Mietkosten ist dies ziemlich genau gleich viel wie im Vorjahr, als 137,3 Millionen offen blieben.

Im Geschäftsjahr 2008 wurde die Produktivität erneut erhöht. In den Akutkliniken stieg die Patientenzahl von 26 802 im Jahr 2007 auf 27 400, die Zahl der Pflegetage von 225 611 auf 234 765. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg von 8,4 auf 8,6 Tage. Der Soll-Bettenbestand blieb bei 669.

Im ambulanten Bereich stieg die Patientenzahl von 167 888 auf 188 264. Der Personalbestand erhöhte sich von 4577 auf 4670 Beschäftigte. Der durchschnittliche Bestand an 100-Prozent-Stellen betrug 3543.

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