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Das Spital Muri kämpft mit Platzproblemen

Das Kreisspital für das Freiamt in Muri leidet unter Raumnot. Eine Machbarkeitsstudie soll Klarheit bringen, wie die Probleme gelöst werden können. Zufrieden ist der Stiftungsrat mit dem Betriebsergebnis, das mit einem Gewinn von 0,24 Mio. Franken abschliesst.

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Das Spital Muri kämpft mit Platzproblemen

Das Spital Muri kämpft mit Platzproblemen

Eddy Schambron

Mehr Patienten, mehr Operationen und Behandlungen, mehr Personal, mehr Notfälle: Das Spital Muri hat zu wenig Platz. Deshalb wird jetzt eine Machbarkeitsstudie zur Raumbeschaffung in Angriff genommen. Spitalleitung und Stiftungsrat hätten sehr eingehend überlegt, wann, wo und wie zusätzlicher Raum geschaffen werden könnte, hält die Spitalleitung fest. Ein grösseres Bauprojekt aber brauche, um Flickwerk und Pflästerlipolitik zu vermeiden, eine vorhergehende, sehr sorgfältige Planung in Form einer Machbarkeitsstudie. Eine solche soll die Bedürfnisse über die kommende Dekade aufnehmen, verschiedene zur Diskussion stehende Varianten miteinander vergleichen und den Kostenrahmen sowie mögliche Finanzierungswege aufzeigen. «Für zeitlich sehr dringende Raumbedürfnisse, inbesondere im Bereich Sterilisation und Notfall, sind bis zur Realisierung eines grösseren Ausbaus kostenbewusst überzeugende Zwischenlösungen zu suchen und zu schaffen.»

Raumangebot gekürzt

Das Kreisspital für das Freiamt ist vor wenigen Jahren für rund 50 Mio. Franken saniert und erweitert worden. Das Gesundheitsdepartement hatte allerdings das vom Spital damals gewünschte Raumprogramm aus Spargründen um rund einen Drittel gekürzt, wie Peter Wertli, Präsident des Stiftungsrates, und Spitaldirektor Marco Beng in einer Mitteilung festhalten.

Gutes Betriebsjahr

Bei einem Betriebsaufwand von 60,4 Mio. Franken und einem Ertrag von 60,9 Mio. Franken schliesst die Rechnung 2009 nach diversen Rückstellungen sowie Rückerstattung an den Kanton mit einem Betriebsgewinn von 0,24 Mio. Franken ab. Auch im 2009 sind die Patientenzahlen weiter angewachsen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 25 108 Patienten behandelt, was einer Zunahme von 7,3 Prozent entspricht. Im stationären Bereich wurden 6504 (inkl. 537 Neugeborene) Patienten behandelt, während die Zahl der ambulant behandelten Patienten auf 18604 Patienten stieg.

Nach acht Jahren gibt Stiftungsratspräsident Peter Wertli sein Amt ab. «Mit Dankbarkeit und Genugtuung werde ich im Sommer 2010 ein modernes, schön eingerichtetes und gut funktionierendes Spital mit einem bedürfnisgerecht ausgebauten Angebot, mit qualitativ hochstehenden Leistungen, mit gesunden Finanzen, mit einer wirkungsvollen Führung und mit kompetenten, engagierten und motivierten Mitarbeitenden an meine Nachfolge weitergeben können», hält er in seinem Jahresbericht fest. Die Neuzusammensetzung der Spitalgremien für die kommende Amtsperiode Juli 2010– Juni 2014 wird im Juni bekannt gegeben.