Julian Assange
Das Schweizer Postkonto des Wikileaks-Gründers

Rechtliche Probleme hat Wikileaks-Gründer Julian Assange zuhauf: Die schwedische Staatsanwaltschaft hat den Australier seit dieser Woche wegen Verdacht auf Vergewaltigung zur Verhaftung ausgeschrieben.

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Server von Wikileaks wegen Hackerversuchen stillgelegt

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Keystone

Natürlich suchen auch amerikanische Politiker nach Wegen, den Mann mit dem bleichen Gesicht hinter Gitter zu bringen. Um die Anwaltshonorare zu begleichen, hat Assange, so steht es auf der Website von Wikileaks, bei der Schweizerischen Post ein Konto eingerichtet und auf seinen Namen registrieren lassen. Unternehmen, die mit Wikileaks Geschäfte treiben, sind den letzten Wochen unter massiven politischen Druck geraten. Nicht so in der Schweiz: Die Postfinance hält das Postcheck-Konto des Enthüllungsaktivisten für unbedenklich: «Postfinance unterhält eine Privatkunden-Geschäftsbeziehung», schreibt Sprecher Alex Josty auf Anfrage der az. «Zurzeit sieht Postfinance keine zwingenden Gründe, das Konto aufzulösen.» Alle Vorschriften würden eingehalten. Auch Nationalrätin Natalie Rickli (SVP, ZH) hält die Geschäftsbeziehung für unproblematisch: «Ganz im Gegenteil wäre es höchst bedenklich, wenn man einem Unternehmen aus politischen Gründen eine Dienstleistung verwehren würde», sagt sie. (LHN)

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