Abstimmung
Das sagen die az-Leser zur Steuergerechtigkeits-Initiative

Die Steuergerechtigkeits-Initiative, die dem Stimmvolk am 28. November zur Abstimmung vorgelegt wird, sorgte bei az-Lesern für rote Köpfe. Die grosse Mehrheit ist für die Initiative.

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Andrea Rey beispielsweise findet es erschreckend, mit welchen Argumenten die SP-Initiative zu Fall gebracht werden soll. «Die ganze Schwarzmalerei der Gegner ist masslos übertrieben und hat bloss den Zweck die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu verunsichern», kommentiert die az-Leserin. Ins gleiche Horn stösst Willy Nabholz: «Die Economiesuisse mit ihrer Angstkampagne und die erpresserischen Wegzugsdrohungen einiger Supermänner vertreten nun wirklich nicht das Gemeinwohl!»

«Die Linken wollen die Reichen nicht ausnehmen»

Helmut Pedrazzi findet, dass Steuergerechtigkeit nicht bedeute, dass jeder gleich viel zahlen müsse: «Der ruinöse Steuerwettbewerb unter den Kantonen hat dazu geführt, dass nur die Bestverdienenden entlastet wurden. Mit der Steuergerechtigkeits-Initiative wird das nachgeholt, was das politische Establishment schon hätte tun sollen: entsprechende Korrekturen anbringen.»

Petra Schönberger sagt: «Die Linken wollen die Reichen nicht ausnehmen. Wir - das Volk - fordern endlich Eigenverantwortung von den Wohlhabenden.» Sie folgert: «Gerechtigkeit gibt es, man muss es nur wollen.»

Gerechtigkeit für den Mittelstand

«Steuerwettbewerb darf gerne sein, aber dann muss dieser unsägliche Finanzausgleich abgeschafft werden», findet etwa Thomas Müller und az-Leser Manfred Eberling sagt: «Und nun, da es der Mittelstand endlich in seinen Händen hätte, ein bisschen Gerechtigkeit zu erlangen, fängt er an zu überlegen! Das aber nur, weil die Oberreichen ihnen gekonnt Angst einjagen konnten!»

Hans Hauri ist der Auffassung, dass die Gegner versuchten, mit gewaltigen Finanzmitteln und Angstmacherei ein Nein zu erpressen. «Es gibt absolut keinen Grund, wieso Superreiche nicht einen ihren Verhältnissen entsprechenden Beitrag an die Kosten des Gemeinwesens zahle sollten», enerviert sich az-Leserin Marie-Louise Nussbaumer.

Nein «zu dieser Kommunisten-Mogelpackung»

Es gibt auch sie - die Gegner der Steuergerechtigkeits-Initiative. Beat Eichelberger etwa sagt nein «zu dieser Kommunisten-Mogelpackung». Ein anderer az-Leser findet, dass diese Initiative die falschen trifft: «Leute, die ein Geschäft (KMU) haben, haben praktisch ihr gesamtes Vermögen da rein gesteckt und werden nun erneut zur Kasse gebeten. Denkt mal darüber nach!» (sza)